Depressionen und Ängste – gut versorgt oder verwaltet?
- Brigitte Nada-Elisa

- 28. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Autorin: Brigitte Nada-Elisa
Speakerin I Ausbilderin I Mentorin

Eine Begegnung, die Klarheit schafft
Heute beim Schwimmen hatte ich eine Begegnung, die mich nicht überrascht hat.Sie hat mich bestätigt.
Ich traf eine Frau, mit der ich vor Jahren bereits ein klares Gespräch hatte.Damals erzählte sie mir von ihrem Alltag und ihren Depressionen und Ängsten.
Täglich für andere da.Für die Familie.Für die Enkel.Kochen. Aufpassen. Funktionieren.Kaum Zeit für sich selbst.
Wenn Selbstaufgabe zum Dauerzustand wird
Sie liebt das Schwimmen.Aber sie schwamm nie frei.
Immer unter Druck.Immer mit innerer Anspannung.
Schon damals habe ich klar ausgesprochen, was ich sehe.Nicht wertend.Nicht belehrend.Sondern sachlich.
Dass dieser dauerhafte innere Stress, dieses permanente Zurückstellen der eigenen Bedürfnisse, eine körperliche Entsprechung haben kann.
Und dass sich genau daraus eine Erkrankung entwickeln kann,die sich in der linken Brust zeigt.
Klartext schafft Abstand – nicht Ablehnung
Danach hielt sie Abstand. Nicht aus Ablehnung. Sondern weil Klartext unbequem ist.
Ein Jahr später erhielt sie die Diagnose Brustkrebs.
Sie sprach nicht mit mir darüber. Obwohl ich es ihr mehrfach angeboten habe. Ich habe nichts gedrängt.

Jahrzehntelange Ängste und Depressionen
Heute trafen wir uns wieder.Sie erzählte mir, dass sie sich auf eine Reha freut.
Ich fragte sie, ob es einen aktuellen Anlass gibt.Ihre Antwort: Nein.
Dann sagte sie beiläufig, dass sie seit Jahrzehnten unter Depressionen leidet. Dass sie Antidepressiva nimmt. Dass zusätzlich Ängste bestehen.
„Ich bin gut betreut“ – eine kritische Aussage
Ich fragte sie ruhig:„Warum kommst du dann nicht zu mir?“
Ihre Antwort war eindeutig:„Ich bin gut betreut.“
Und hier habe ich Klartext gesprochen.
Ich sagte zu ihr:„Wenn du gut versorgt wärst, wärst du frei von Medikamenten. Frei von Ängsten. Frei in dir selbst.“
Betreuung oder Verwaltung eines Zustands?
Seit Jahrzehnten Medikamente. Seit Jahrzehnten Angst. Seit Jahrzehnten innere Unruhe.
Und das soll gute Versorgung sein?
Ich verstehe diese Logik nicht.
Viele Menschen verwechseln Betreuung mit Lösung. Sie fühlen sich sicher, weil jemand zuständig ist. Nicht, weil sie innerlich klar sind.
Medikamente können dämpfen.Sie können stabilisieren.Aber sie ersetzen keine innere Ordnung.
Kausale Medizin: Klarheit statt Dauerregulation
Wer sich wirklich gut versorgt, lebt nicht im Dauerzustand von Angst. Er braucht keine permanente äußere Regulierung.
Er erkennt, was in seinem Leben stimmig ist und was nicht.
Die Kausale Medizin ist kein Trostsystem. Sie ist kein Beruhigungskonzept. Sie ist Klarheit.
Verantwortung statt Anpassung
Wer die Kausale Medizin versteht und sie in den Alltag integriert, lebt nicht gegen sich selbst.
Er erledigt, was zu erledigen ist. Er hört auf, sich zu verbiegen. Er übernimmt Verantwortung.
Nicht irgendwann. Jetzt.
Dass Menschen davor zurückschrecken, verstehe ich.Klartext verlangt Konsequenz.
Fazit: Gute Versorgung fühlt sich anders an
Aber eines ist für mich eindeutig: Ein Leben in Dauerangst mit Dauer-Medikation ist keine gute Versorgung und Betreuung.
Es ist die Verwaltung eines Zustands.
Herzlich,
Brigitte Nada-Elisa










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