Wenn der Körper nur auf einer Seite schwitzt – ein Praxisfall aus Sicht der Kausalen Medizin nach Nada-Elisa
- Brigitte Nada-Elisa

- 6. Juni
- 4 Min. Lesezeit
Autorin: Brigitte Nada-Elisa I Q & A Speakerin I Ausbilderin I Kausale Medizin

Ein ungewöhnlicher Praxisfall aus der Kausalen Medizin
Vor einiger Zeit wurde ich mit einer interessanten Frage konfrontiert.
Ein Mensch berichtete von extremem Schwitzen. Der Körper nur auf einer Seite schwitzt und
nicht am ganzen Körper und auch nicht bei körperlicher Anstrengung, sondern ausschließlich auf der rechten Körperseite.
So stark, dass das Wasser regelrecht am Körper herunterlief und das nicht seit einigen Tagen oder Wochen, sondern seit rund 15 Jahren. Es raubt der Person mittlerweile jegliche Lebensfreude.
Die erste Reaktion vieler Menschen ist verständlich:
„Was kann ich dagegen tun?“
Die Familienangehörigen haben Ängste, da eventuell Suizid-Gedanken bestehen, Lösung Psychiatrie? Nun, der Betroffene will doch nur das Schwitzen loswerden, er leidet ja nicht an grundlosen Lebensfreude-Mangel.
Als Mental-Mentorin sage ich dazu allerdings auch: "Stelle keine Bedingungen an dein Leben, das Leben ist eine Entscheidung und in jeder Herausforderung liegt ein Thema welches wir und nur wir grandios für uns lösen können. Nicht im Außen, sondern in uns selbst. Wer dahinter schaut, schafft das und kleine Schritte sind auch OK."
Die kleine Bereitwilligkeit reicht schon.
Die Kausale Medizin stellt zunächst eine andere Frage:
„Warum macht der Körper das überhaupt?“
Denn bevor wir etwas verändern wollen, dürfen wir verstehen, was geschieht und hier beginnt die Kausale Medizin nach Nada-Elisa.
Die Kausale Medizin fragt nicht zuerst nach dem Symptom
Die meisten Menschen betrachten Schwitzen als Problem.
Die Kausale Medizin betrachtet Schwitzen zunächst als Information.
Der Körper spricht ständig mit uns.
Die Frage ist nicht, ob er etwas mitteilt.
Die Frage ist, ob wir bereit sind hinzuhören.
Deshalb betrachten wir nicht nur das Symptom.
Wir betrachten den Menschen, seine Lebenssituation und seine Geschichte.
und die Ereignisse, die dem Auftreten des Symptoms vorausgegangen sind.
Die drei Säulen der Kausalen Medizin
Die Kausale Medizin nach Nada-Elisa verbindet drei Bereiche:
Mentaltraining nach Kurt Tepperwein
Die fünf biologischen Naturgesetze
Salutogenese, Sinnhaftigkeit und Bewusstwerdung
Bei diesem Praxisfall greifen alle drei Säulen ineinander, denn genau dort wird es spannend.
Die zweite Säule: Die fünf biologischen Naturgesetze
Aus Sicht der fünf biologischen Naturgesetze wird gefragt:
Welcher besondere Konflikt oder welche belastende Situation ging dem Geschehen voraus?
Und noch wichtiger: Was hat sich damals verändert?
Wir neigen dazu die Ursache eines Symptoms in der Gegenwart zu suchen.
Die Kausale Medizin richtet den Blick häufig zurück.
In diesem Fall rund 15 Jahre, denn genau zu diesem Zeitpunkt begann das einseitige Schwitzen.
Wenn wir davon ausgehen, dass dieses Schwitzen Ausdruck eines Heilungsprozesses ist, werden nachfolgende Fragen interessant:
Was wurde damals gelöst?
Welche Last fiel weg?
Welcher Kampf wurde beendet?
Welche Entscheidung wurde getroffen?
Welche Situation entspannte sich?
Welche Person spielte dabei eine wichtige Rolle?
Warum die rechte Körperseite interessant sein kann?
Bei rechtshändigen Menschen wird die rechte Körperseite häufig mit Partnern, Kollegen, Freunden oder anderen gleichgestellten Personen in Verbindung gebracht.
(Nicht Mutter und Kind
Deshalb fragen unsere Mentoren in diesen Fällen:
Mit wem hatte der Betroffene damals zu tun?
Welche Beziehung veränderte sich?
Welcher Konflikt wurde beendet?
Welche Belastung fiel weg?
Welche Aussprache fand statt?
Welche Entscheidung wurde getroffen?
Nicht das Schwitzen ist der spannendste Teil, der spannendste Teil liegt 15 Jahre zurück.
Die erste Säule: Mentaltraining nach Tepperwein
Hier beginnt die wahre Ursachenforschung, denn nicht das Ereignis allein ist entscheidend.
Entscheidend ist die Bedeutung, die ein Mensch diesem Ereignis gegeben hat.
Zwei Menschen erleben dieselbe Situation, der eine leidet jahrelang darunter, der andere verarbeitet sie und geht weiter.
Warum?
Weil zwischen Ereignis und Reaktion die persönliche Bewertung liegt.
Dort setzt das Mentaltraining nach Tepperwein an.
Es fragt:
Welche Gedanken waren damals vorhanden?
Welche Überzeugungen wirkten im Hintergrund?
Welche Ängste waren aktiv?
Welche inneren Programme liefen unbewusst ab?
Und NEIN - Bitte keine Tests, egal ob Reflex, Muskel, Geräte, Messungen etc. etc. - Die Lösung des Rätsels liegt in den gezielten Fragen. Dadurch findet der Betroffene selbst seine Potenziale, Ressourcen und vieles mehr für seinen neuen gesunden Weg.
"Er erschafft sich NEU"
Hören wir als Therapeuten und Familienmitglieder die helfen wollen auf, zu interpretieren unter dem Deckmantel des "Helfen wollens".
Die dritte Säule: Verstehen, Sinnhaftigkeit und Bewusstwerdung
Nun kommen wir zu dem Punkt, der aus meiner Sicht der wichtigste ist.
Was geschieht, wenn der Mensch den Auslöser erkennt?
Was geschieht, wenn er tatsächlich versteht, was vor 15 Jahren geschehen ist?
Dann entsteht etwas, das viele Menschen unterschätzen.
Verständnis - Nicht Wissen - Verständnis.
Wissen bedeutet: „Vor 15 Jahren ist etwas passiert.“
Verständnis bedeutet:
„Jetzt erkenne ich den Zusammenhang zwischen diesem Ereignis und dem, was mich bis heute begleitet.“
Nur an diesem Punkt verändert sich etwas.
Der Mensch hört auf, gegen seinen Körper zu kämpfen.
Er beginnt zu verstehen.
Er erkennt die Sinnhaftigkeit hinter dem Geschehen.
Er erkennt Zusammenhänge.
Er erkennt Entscheidungen.
Er erkennt Ursachen und Wirkungen.
Er erkennt möglicherweise zum ersten Mal, dass sein Körper nicht zufällig reagiert hat.
Aus Unsicherheit wird Orientierung und aus Grübeln wird Klarheit.
Aus Widerstand wird Verständnis und dort beginnt echte Bewusstwerdung.
Was empfehle ich dem Betroffenen?
Ich frage nicht zuerst:
„Wie bekommen wir das Schwitzen weg?“
Ich frage:
„Was geschah vor 15 Jahren?“
Und danach:
„Was hat sich damals grundlegend verändert?“
Vielleicht war es:
eine Trennung
eine Versöhnung
eine Kündigung
ein beruflicher Wechsel
eine familiäre Entscheidung
das Ende eines langjährigen Konflikts
der Verlust eines Menschen
die Befreiung aus einer belastenden Situation
Oft erinnert sich der Betroffene zunächst gar nicht mehr daran, doch dort beginnt die Ursachenforschung.
Nicht im Symptom, sondern in der Geschichte dahinter.
Klartext zum Schluss
Die Kausale Medizin ist kein esoterischer Ansatz.
Sie arbeitet nicht mit magischem Denken.
Die Kausale Medizin nach Nada-Elisa beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen Lebensereignissen, inneren Prozessen und körperlichen Reaktionen.
Sie stellt Fragen, die oft nicht gestellt werden.
Sie sucht nach Ursachen, bevor sie über Lösungen spricht.
Und deshalb eröffnet sie vielen Menschen eine neue Perspektive.
In diesem Praxisfall liegt die spannendste Frage nicht in der rechten Körperhälfte.
Die spannendste Frage liegt 15 Jahre zurück, denn dort wartet nicht nur die Ursache, sondern auch das Verständnis für etwas, das den Menschen bis heute begleitet.
Von Herzen
Brigitte Nada-Elisa
Speakerin für Kausale Medizin
Ausbilderin für Mentaltrainer & Mentoren
Institut Besser Leben | Kausale Medizin





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