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Hinweis:

Die Beiträge zeigen die Sichtweise der Kausalen Medizin nach Methode Nada-Elisa und ersetzen
keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.

Ischiasschmerzen: Wenn die Verantwortung für den Bruder zur Belastung wird

vor 14 Stunden
4 Min. Lesezeit

Autorin: Brigitte Nada-Elisa I Q & A Speakerin I Ausbilderin I Mentorin


Nada-Elisa in bordeauxroter Bluse neben dem Titel „Ischiasschmerzen – Verantwortung verstehen. Grenzen setzen.“ mit goldenen Akzenten.
Institut Besser Leben by Nada-Elisa

Eine Frau berichtet von starken Schmerzen im rechten Gesäß. Zeitweise ziehen sie ins Bein hinunter.


Besonders beim Liegen, wenn sie zur Ruhe kommt, werden die Beschwerden deutlich. Sie nimmt Schmerzmittel.

Im Gespräch nimmt die Situation ihres Bruders viel Raum ein. Es geht um seine Krankheiten, seine Probleme und seine Verhaltensweisen. Ihre eigenen Anliegen treten dabei immer wieder in den Hintergrund.

Die Frau erlebt die Kommunikation als einseitig. Sie hat entschieden, ihren Bruder vorerst nicht mehr zu besuchen und diese Situation mit ihm anzusprechen. In der Ruhe geht sie manchmal vergangene Gespräche gedanklich durch.

Aus der Perspektive der Kausalen Medizin nach Methode Nada-Elisa richtet sich die Aufmerksamkeit auf ihr persönliches Erleben: Welche Verantwortung übernimmt sie, wie bewertet sie ihre Rolle als Schwester und was ist sie bereit, in dieser Beziehung zu verändern?

„Ich kann ihm nicht ausreichend helfen“

Die Verbundenheit mit einem Angehörigen kann mit hohen Ansprüchen an die eigene Unterstützung verbunden sein.

Ein möglicher Gedanke lautet:

„Ich kann meinem Bruder nicht ausreichend helfen.“

Darin kann eine sachliche Einschätzung der eigenen Möglichkeiten liegen. Es kann aber auch eine persönliche Abwertung entstehen:

„Als Schwester leiste ich nicht genug.“

Ein Selbstwertthema betrifft hier die Bewertung der eigenen Person oder Fähigkeit in dieser konkreten Situation. Auch ein grundsätzlich selbstbewusster Mensch kann sich in einer einzelnen Beziehung als unzureichend beurteilen.

Ob dieser Gedanke ihr Erleben trifft, ergibt sich aus ihren eigenen Antworten. Ebenso gehört dazu, ob sie sich selbst zu wenig gehört und berücksichtigt sieht.

Die Betrachtung nach der Kausalen Medizin

Die Kausale Medizin nach Methode Nada-Elisa verbindet Mentaltraining nach Kurt Tepperwein, die fünf biologischen Naturgesetze und die Salutogenese nach Antonovsky.

Im Mittelpunkt stehen das persönliche Erleben, die Bewertung dieses Erlebens und der Umgang damit.

Bei dieser Frau sind die einseitige Kommunikation und ihre Entscheidung, eine Grenze zu setzen, bekannt. Die mögliche Bewertung „Ich helfe nicht ausreichend“ ist ein Ansatz für das Gespräch. Sie wird nicht allein aus den körperlichen Beschwerden abgeleitet.

Rechtshändig und Beschwerden rechts

Innerhalb der Lehre der fünf biologischen Naturgesetze wird bei Rechtshändigen die rechte Körperseite als Partnerseite bezeichnet. Zu dieser Beziehungskategorie gehören auch Geschwister.

Der Bruder gehört somit innerhalb dieser Zuordnung zur Partnerseite. Welche Bedeutung die Beziehung für die Frau hat, erschließt sich aus ihrer persönlichen Geschichte.

Wie beschreibt die Lehre die Phasen im Falle von Ischiasschmerzen?

Für Selbstwertkonflikte an Knochen und bestimmten stützenden Geweben beschreibt die Lehre in der konfliktaktiven Phase einen Gewebeabbau.

In der sogenannten Heilungsphase beschreibt sie einen Wiederaufbau mit Schwellung. Schmerzen werden dabei unter anderem durch die Dehnung empfindlicher Strukturen oder durch Druck auf Nervenstrukturen erklärt. Die Darstellung zur Lendenwirbelsäule ordnet auch ausstrahlende Ischiasschmerzen einem solchen Vorgang zu.

Dieser Phasenverlauf ist eine mögliche Betrachtung innerhalb der Lehre. Im Fallbeispiel bleibt die körperliche Zuordnung offen. Für die persönliche Auseinandersetzung ist konkret: Die Frau erkennt eine belastende Beziehungssituation und hat entschieden, ihren Umgang damit zu verändern.

Verstehen: Was geschieht in meiner persönlichen Realität?

Verstehen bedeutet, die eigene Beteiligung an einer Situation zu erkennen und die biologischen Zusammenhänge zu verstehen und sinnvoll zu erachten.


  • Welche Erwartungen stellt die Frau an sich selbst?

  • Weshalb erhalten die Probleme ihres Bruders so viel Aufmerksamkeit?

  • Wann stellt sie ihre eigenen Anliegen zurück?

  • Welche Bedeutung gibt sie seiner Reaktion auf ihre Unterstützung?


Dabei geht es um klare Zusammenhänge zwischen ihren Gedanken, Bewertungen und Handlungen.

Ein hilfreicher Satz lautet:

„Ich erkenne, welche Erwartungen mein Verhalten bestimmen und welche Folgen dieses Verhalten für meinen Alltag hat.“

Bereitwilligkeit: Was bin ich bereit zu verändern?

Eine Einsicht verändert den Alltag erst, wenn daraus eine andere Handlung entsteht.

Die Frau hat bereits eine Entscheidung getroffen: Sie setzt die Besuche vorerst aus und möchte die einseitige Kommunikation ansprechen.

Bereitwilligkeit zeigt sich nun darin, diese Entscheidung konkret umzusetzen. Dazu gehört, die eigenen Anliegen auszusprechen, Gesprächsgrenzen zu benennen und Verantwortung dort zu lassen, wo die Entscheidungen getroffen werden.


Die Frage lautet:


„Was bin ich bereit, in meiner persönlichen Realität anders zu gestalten?“


Eine konkrete Veränderung kann sein, Gespräche zeitlich zu begrenzen oder deutlich zu sagen:


„Ich denke dass meine Anliegen Platz haben.“


Sinnhaftigkeit: Wofür lohnt sich die Veränderung?

Sinnhaftigkeit bedeutet, einen persönlichen Grund für die Veränderung zu erkennen.


  • Welchen Wert hat eine Beziehung, in der beide zu Wort kommen?

  • Was gewinnt die Frau, wenn sie ihre Unterstützung nach ihren tatsächlichen Möglichkeiten gestaltet?

  • Wofür möchte sie ihre Zeit und Aufmerksamkeit einsetzen?


Der Sinn liegt hier darin, den Beschwerden einen Sinn zuzuschreiben und natürlich der Kommunikation Raum zu geben.


Ein möglicher Satz lautet:

„Ich verändere meinen Umgang mit dieser Beziehung, weil Gegenseitigkeit und Selbstverantwortung für mich wichtig sind.“


Hilfestellungen für die Umsetzung

  • Verstehen: Schreibe auf, welche Erwartungen du mit deiner Rolle als Schwester verbindest und denke nach darüber, diese Loszulassen. Verstehe die biologischen Zusammenhänge.

  • Handhabbarkeit: Benenne, was du beeinflussen kannst und welche Unterstützung dir selbst zur Verfügung steht, schaffe deine neue Realität.

  • Bereitwilligkeit: Wähle eine konkrete Handlung, mit der du deine Entscheidung im Alltag umsetzt.

  • Sinnhaftigkeit: Halte fest, wofür diese Veränderung in deinem Leben wichtig ist.


Wenn du in der Ruhe Gespräche erneut durchgehst, kannst du den wiederkehrenden Gedanken notieren. Prüfe, welche Bewertung darin liegt und ob daraus noch eine konkrete Handlung folgt.

Du kannst deinem Bruder verbunden bleiben und deine eigenen Anliegen ernst nehmen. Eine klare Grenze gibt deiner Unterstützung einen Umfang, den du selbst verantworten kannst.


Von Herzen, Deine Nada-Elisa


Buchcover „Es begann mit einem Buch – Kausale Medizin nach Methode Nada-Elisa“ von Brigitte Nada-Elisa.
Institut Besser Leben by Nada-Elisa



Hinweis: Dieser Beitrag dient der Bildung und persönlichen Reflexion im Rahmen der Kausalen Medizin nach Methode Nada-Elisa. Die beschriebenen Zusammenhänge sind Betrachtungsansätze für das Fallbeispiel. Sie stellen keine schulmedizinische Diagnose dar und ersetzen weder ärztliche Abklärung noch Behandlung. Der Fokus liegt darauf "Jedes Missempfinden hat eine seelische Ursache"

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Über die Autorin

Brigitte Nada-Elisa ist seit über 30 Jahren Mentorin und Mentaltrainerin. Sie gründete 2006 das Institut Besser Leben in Wien und entwickelte die Kausale Medizin nach Methode Nada-Elisa. Über 500 Mentaltrainerinnen und Mentaltrainer hat sie ausgebildet.

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