Klarheit, Energie und Gesundheit ganzheitlich betrachten – warum sich diese Bereiche nicht trennen lassen
Aktualisiert: 13. Aug.
Autorin: Brigitte Nada-Elisa I Q & A Speakerin I Ausbilderin I Kausale Medizin

Klarheit, Energie und Gesundheit ganzheitlich zu betrachten bedeutet, den Menschen nicht in einzelne Bereiche aufzuteilen. Körperliches, psychisches und soziales Wohlbefinden stehen miteinander in Verbindung. Auch die WHO beschreibt Gesundheit umfassender als die reine Abwesenheit von Krankheit.
Und trotzdem begegnet mir immer wieder dieselbe Aufteilung: Klarheit wird dem Mentalen zugeordnet, Energie bekommt eine eigene Schublade und Gesundheit wird vorwiegend körperlich betrachtet.
Auf den ersten Blick wirkt diese Trennung übersichtlich. Auf den zweiten Blick wird deutlich: Der Mensch funktioniert nicht in getrennten Abteilungen.
Was ganzheitliche Gesundheit tatsächlich bedeutet
Gesundheit umfasst mehr als körperliche Werte oder einzelne Maßnahmen. Die WHO bezieht physisches, psychisches und soziales Wohlbefinden ausdrücklich in ihr Gesundheitsverständnis ein.
Wer Gesundheit ausschließlich auf Nahrungsergänzung, Mechanik, Bewegung oder andere körperliche Methoden reduziert, beschreibt daher einzelne Zugänge und Werkzeuge.
Der Mensch selbst bleibt ein Ganzes.
Ein Mensch kann körperlich gute Werte haben und gleichzeitig erschöpft sein, unter starken Belastungen stehen oder seine Orientierung verloren haben.
Umgekehrt können auch bei bestehenden körperlichen Einschränkungen Klarheit, soziale Beziehungen, Selbstführung und Lebensqualität wichtige persönliche Ressourcen darstellen.
Ganzheitliche Gesundheit betrachtet deshalb nicht nur einen Ausschnitt, sondern den Menschen in seinem gesamten Lebenskontext.
Energie lässt sich nicht vom Menschen trennen
Energie wird häufig wie eine Ressource betrachtet, die aufgefüllt werden soll.
Doch unser Organismus benötigt für jeden biologischen Prozess Energie. Jede Bewegung, jeder Stoffwechselvorgang und jede Aktivität unseres Gehirns ist mit Energieumsatz verbunden.
Deshalb steht Energie für mich nicht als isoliertes Thema neben Gesundheit.
Sie gehört zum Gesamtgeschehen des Menschen.
Wer sich mit Energie beschäftigt, kommt damit zwangsläufig auch mit körperlichen, mentalen und emotionalen Zusammenhängen in Berührung.
Mentale Klarheit und Gesundheit gehören zusammen
Auch Klarheit wird häufig als reines Kopfthema betrachtet:
Gedanken sortieren.Entscheidungen treffen.Prioritäten erkennen.Orientierung gewinnen.
Doch mentale Klarheit entsteht nicht unabhängig vom restlichen Menschen.
Erschöpfung beeinflusst das Denken. Belastungen beeinflussen Entscheidungen. Körperliches Wohlbefinden kann Konzentration und Leistungsfähigkeit beeinflussen.
Psychisches Wohlbefinden wiederum ist ein wesentlicher Bestandteil des gesamten Gesundheitsverständnisses.
Klarheit, Energie und Gesundheit beeinflussen sich gegenseitig.
Sie sind nicht nacheinander geschaltet. Sie existieren gleichzeitig.
Warum Klarheit, Energie und Gesundheit trotzdem häufig getrennt werden
Die Erklärung ist einfach:
Getrennte Bereiche lassen sich leichter darstellen und meist im Marketing wird es vorteilhaft gesehen. Doch gerade in der Branche der Persönlichkeitsentwicklung ist das ein Wiederspruch.
Eine Person steht für Klarheit, eine zweite für Energie, eine dritte für Gesundheit.
Drei Begriffe - Drei Spalten - Drei Angebote.
Für die Kommunikation ist das übersichtlich.
Der Mensch selbst hält sich jedoch nicht an diese Aufteilung.
Klarheit endet nicht dort, wo der Körper beginnt.
Energie endet nicht dort, wo Gedanken beginnen und Gesundheit beginnt nicht erst dort, wo körperliche Werte messbar werden.
Unterschiedliche Methoden – ein ganzheitlicher Blick
Hier liegt für mich der entscheidende Unterschied.
Ein Experte kann beispielsweise mit einer körperlichen Methode beginnen. Trotzdem können mentale, emotionale und energetische Aspekte in seine Begleitung einfließen.
Ein anderer beginnt bei Ernährung, Vitalstoffen oder Darmgesundheit. Auch hier gehören Lebenssituation, Belastungen und persönliche Gewohnheiten zum Gesamtbild.
Ein weiterer Zugang beginnt bei Klarheit, Orientierung und mentaler Selbstführung. Doch auch dabei bleibt der körperliche und energetische Zustand nicht außen vor.
Es sind unterschiedliche Ausgangspunkte. Nicht unterschiedliche Menschen.
Oder anders gesagt:
Drei Türen können in denselben Raum führen.
Meine Sichtweise nach mehr als 30 Jahren mit Menschen
Ich arbeite seit über 30 Jahren mit Menschen. In all dieser Zeit habe ich keinen Menschen erlebt, bei dem sich Körper, Geist und Energie sauber voneinander trennen ließen.
Ich persönlich möchte bei einer körperlich orientierten Begleitung ebenso als ganzer Mensch wahrgenommen werden.
Bei einem energetischen Ansatz möchte ich meinen Lebenskontext nicht vor der Tür abgeben.
Und bei mentaler Begleitung möchte ich nicht so betrachtet werden, als hätte mein körperlicher Zustand mit meinem Denken und meiner Lebenssituation nichts zu tun.
Getrennte Kompetenz reicht mir nicht, weil der Mensch selbst nicht getrennt funktioniert.
Klarheit, Energie und Gesundheit ganzheitlich betrachten
Darin liegt für mich die Konsequenz:
Wir brauchen nicht für jeden Bereich eine neue Schublade, ähnlich wie in der Medizin die Teilgebiete mit den entsprechenden Teilerfolgen.
Wir brauchen ein Verständnis dafür, dass unterschiedliche Methoden an unterschiedlichen Punkten ansetzen können und der Mensch trotzdem als Ganzes betrachtet wird.
Das bedeutet nicht, dass jeder dasselbe tut, im Gegenteil.
Unterschiedliche Kompetenzen, Methoden und Ausgangspunkte bleiben wertvoll. Entscheidend ist, dass der Blick nicht an der Grenze der eigenen Methode endet.
Dieser Gedanke findet sich auch in der Kausalen Medizin nach Methode Nada-Elisa wieder: Zusammenhänge erkennen, Ursachen betrachten und den Menschen nicht auf einzelne Erscheinungen reduzieren.
Klarheit. Energie. Gesundheit.
Drei Perspektiven - Unterschiedliche Ausgangspunkte - Ein Mensch.
Von Herzen,
Deine Nada-Elisa







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