Fibromyalgie verstehen – wenn der Körper in einer Wiederholung hängen bleibt
- Brigitte Nada-Elisa

- vor 13 Stunden
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Autorin: Brigitte Nada-Elisa I Q & A-Speakerin I Ausbilderin I Kausale Medizin

Was geschieht bei einem Schub und warum die zeitliche Einordnung entscheidend ist
Fibromyalgie bedeutet für viele Betroffene ein Leben mit wiederkehrenden Schmerzen. Es gibt bessere Phasen und Zeiten, in denen die Beschwerden plötzlich wieder stärker werden.
Oft beginnt dann die Suche:
Warum jetzt?
Was hat diesen Schub ausgelöst?
Was war in den letzten Tagen belastend?
Aus Sicht der Kausalen Medizin nach Methode Nada-Elisa greift diese Suche zu kurz.
Denn gerade beim Bewegungsapparat ist eine entscheidende Frage:
Ist der Schmerz Ausdruck einer Konfliktaktivität oder tritt er zu einem Zeitpunkt auf, an dem sich innerlich bereits etwas verändert oder gelöst hat?
Diese Unterscheidung verändert die gesamte Ursachenforschung.
Was ist Fibromyalgie aus schulmedizinischer Sicht?
Fibromyalgie wird schulmedizinisch als chronische Schmerzerkrankung beschrieben. Typisch sind Schmerzen in verschiedenen Körperregionen. Hinzukommen können Müdigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme.
Nach heutigem medizinischem Verständnis spielt unter anderem eine veränderte Schmerzverarbeitung eine Rolle. Als Entstehung wird ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren angenommen. Eine einzelne eindeutige Ursache ist bisher nicht bekannt.
Die Kausale Medizin nach Methode Nada-Elisa schließt diese Betrachtung nicht aus.
Sie ergänzt sie um eine weitere Ebene:
Was geschah im Leben dieses Menschen, bevor dieser körperliche Ablauf begann?
Damit möchte die Kausale Medizin eine Lücke schließen.
Nicht entweder Schulmedizin oder Kausale Medizin, sondern zusätzlich die individuelle Ursache, das persönliche Erleben und wiederkehrende Lebenssituationen betrachten.
Der Schmerz ist nicht unbedingt der Anfang
Das ist einer der wichtigsten Gedanken dieses Beitrages.
Wenn heute Schmerzen auftreten, bedeutet das innerhalb der Betrachtung der fünf biologischen Naturgesetze nicht automatisch, dass genau jetzt das ursprüngliche Konfliktgeschehen stattfindet.
Deshalb beginnen wir nicht beim aktuellen Schmerz, wir gehen zurück.
Wann traten die Beschwerden zum ersten Mal auf?
Nicht: Wann wurde die Diagnose Fibromyalgie gestellt?
Sondern:
Wann begann der Körper erstmals mit diesen Beschwerden und dann gehen wir auf der persönlichen Zeitlinie weiter zurück.
Was geschah davor?
Was hatte sich im Leben verändert?
Welche Situation wurde als besonders schwierig erlebt?
Welche Verantwortung erschien plötzlich nicht mehr bewältigbar?
Wo entstand das Gefühl, etwas nicht zu schaffen?
Dort beginnt die kausale Betrachtung.
Der Selbstwert als mögliche Konfliktebene
Innerhalb dieser biologischen Gesetze wird beim Stütz- und Bewegungsapparat insbesondere der Selbstwerteinbruch als Konfliktebene betrachtet.
Dabei geht es nicht zwingend um den bewussten Gedanken:
„Ich bin nichts wert.“
Ein Selbstwerteinbruch kann wesentlich konkreter sein:
„Ich schaffe das nicht.“
„Ich bin nicht stark genug.“
„Ich kann das nicht bewältigen.“
„Ich habe versagt.“
„Ich kann diese Situation nicht halten.“
„Ich komme nicht weiter.“
Dabei zählt nicht allein das äußere Ereignis.
Zwei Menschen können dieselbe Situation vollkommen unterschiedlich erleben.
Entscheidend ist die individuelle Bewertung.
Was bedeutete diese Situation für mich?
Konfliktaktivität, Lösung und Schmerz unterscheiden
Hier liegt ein wesentlicher Punkt für das Verständnis der Fibromyalgie aus dieser Betrachtungsweise.
Diese biologischen Gesetze unterscheiden grundsätzlich zwischen einer konfliktaktiven und einer konfliktgelösten Phase.
Beim Bewegungsapparat werden Schmerzen innerhalb dieses Modells besonders der konfliktgelösten Phase zugeordnet.
Das bedeutet für die Ursachenforschung:
Der Zeitpunkt des Schmerzes und der Zeitpunkt des ursprünglichen Konflikterlebens liegenn auseinander.
Deshalb kann die Suche nach der Ursache in eine falsche Richtung gehen.
Ein Mensch bekommt starke Schmerzen und fragt:
„Was ist heute oder gestern Negatives passiert?“
Doch die interessantere Frage darf lauten:
„Was hatte sich vor Beginn der Schmerzen für mich bereits verändert?“
Fibromyalgie und die hängende Heilung
Bei wiederkehrenden Beschwerden wird deshalb auch von einer hängenden Heilung gesprochen.
Ein Konfliktthema wurde gelöst oder die eigene Bewertung der Situation hat sich verändert.
Der Organismus befindet sich in der konfliktgelösten Phase. Dann tritt jedoch eine Situation auf, die an das ursprüngliche Konfliktthema erinnert.
Das Thema wird erneut aktiviert.
Später erfolgt wieder eine Lösung.
So kann ein wiederkehrender Ablauf entstehen:
Konfliktaktivität → Lösung → konfliktgelöste Phase → erneute Aktivierung → erneute Lösung → konfliktgelöste Phase.
Dieses Pendeln ist für die Betrachtung wiederkehrender Schübe interessant.
Ein Fibromyalgie-Schub sollte deshalb innerhalb dieses Modells auch nicht pauschal als „Krise in der Heilung“ bezeichnet werden.
Die wahre Heilkrise ist ein begrenzter Abschnitt innerhalb des gesamten zweiphasigen Ablaufes.
Für die persönliche Ursachenforschung ist zunächst wichtiger:
Wo stehe ich gerade in meinem individuellen Ablauf?
Suche nicht nur nach dem Negativen
Das ist einer der wichtigsten Punkte.
Menschen, die gerade in Schmerzen sind suchen, fragen verständlicherweise:
„Was war gerade negativ in meinem Leben?“
Doch beim Bewegungsapparat reicht diese Frage innerhalb der kausalen Betrachtung nicht aus. Nachdem du nach dem ursprünglichen Konflikterleben gesucht hast, kommt deshalb eine zweite Frage:
Was hatte sich verändert, bevor meine Schmerzen begannen?
Vielleicht hattest du eine Entscheidung getroffen.
Vielleicht war eine schwierige Situation beendet.
Vielleicht hattest du eine Lösung gefunden.
Vielleicht hattest du begonnen, dieselbe Situation vollkommen anders zu betrachten.
Vielleicht entstand plötzlich die innere Klarheit:
„Ich schaffe das.“
„Ich kann damit umgehen.“
„Ich bin stark genug.“
„Ich weiß jetzt, was ich will.“
„Ich lasse mich davon nicht mehr bestimmen.“
Damit verändert sich die innere Bewertung.
Und exakt dieser Zeitpunkt kann für das Verständnis des später auftretenden Schmerzes entscheidend sein.
Was bedeutet dann ein erneuter Schub?
Jetzt wird die Selbstbeobachtung besonders interessant.
Ein bekanntes Thema taucht wieder auf, doch vielleicht reagierst du inzwischen anders darauf.
Du gehst gelassener damit um.
Du findest schneller eine Lösung.
Du erkennst das alte Muster.
Du setzt eine Grenze.
Du triffst eine Entscheidung.
Du bleibst nicht mehr in dem Gedanken: „Ich schaffe das nicht.“
Sondern kommst beispielsweise zu:
„Ich kenne diese Situation und dieses Mal weiß ich, wie ich damit umgehen kann.“
Wenn anschließend Schmerzen auftreten, wäre es innerhalb dieser Betrachtungsweise zu kurz gegriffen, daraus automatisch zu schließen:
„Jetzt bin ich wieder im Konflikt.“
Die zeitliche Abfolge ist entscheidend und deshalb betrachten wir immer:
Was geschah? → Wie habe ich es bewertet? → Wann veränderte sich meine Bewertung? → Wann traten die Schmerzen auf?
Aus dem wiederkehrenden Programm aussteigen
Hier beginnt für mich der entscheidende Teil der Kausalen Medizin.
Es reicht nicht, einen ursprünglichen Konflikt zu finden und anschließend ständig in der Vergangenheit danach zu suchen.
Der Mensch sollte verstehen, welche Überzeugung sich in seinem heutigen Leben wiederholt. Denn wenn dieselbe Situation erneut auftritt und automatisch wieder dieselbe innere Bewertung entsteht, beginnt der bekannte Ablauf erneut.
Bewusstwerdung verändert diese Ausgangslage.
Ich erkenne:
Diese Situation kenne ich.
Diese Bewertung kenne ich.
So habe ich bisher darauf reagiert.
Jetzt kann eine andere Betrachtungsweise entstehen.
Konstruktiver.
Gelassener.
Klarer.
Lösungsorientierter.
Nicht mehr: „Ich bin zu schwach dafür “, sondern beispielsweise:
„Ich bin dieser Situation gewachsen.“
Damit verändert sich nicht die Vergangenheit, doch der Umgang mit einer vergleichbaren Situation in der Gegenwart kann sich verändern.
Die drei Säulen der Kausalen Medizin nach Methode Nada-Elisa
Genau an diesem Punkt greifen die drei Säulen ineinander.
1. Mentaltraining nach Kurt Tepperwein
Die erste Säule ist das Mentaltraining.
Welche Gedanken bestimmen meine Bewertung?
Welche Aussage treffe ich über mich selbst?
Welche Überzeugung wiederholt sich?
Welche konstruktive Denkweise entspricht meiner heutigen Situation?
Mentaltraining bedeutet hier Bewusstwerdung und Selbstführung.
2. Die biologischen Naturgesetze
Die zweite Säule ermöglicht die Betrachtung des biologischen Ablaufes.
Was war das ursprüngliche Konflikterleben?
Wann bestand Konfliktaktivität?
Wann veränderte oder löste sich die Situation?
Wann begannen die körperlichen Beschwerden?
Welche Situationen führen möglicherweise zu einer Wiederholung?
Damit entsteht eine zeitliche Ordnung.
3. Salutogenese
Die dritte Säule richtet den Blick auf die Entstehung und Erhaltung von Gesundheit.
Dabei steht das Kohärenzgefühl im Mittelpunkt:
Verstehbarkeit. Handhabbarkeit. Sinnhaftigkeit.
Die Verstehbarkeit ist bei Fibromyalgie also von großer Bedeutung.
Denn solange ein Mensch seine Schübe als vollkommen unberechenbar erlebt, fehlt ihm ein wesentlicher Zusammenhang.
Beginnt er dagegen, seine persönliche Chronologie zu erkennen, verändert sich seine Perspektive.
Kausale Medizin ergänzt die medizinische Betrachtung
Kausale Medizin nach Methode Nada-Elisa bedeutet nicht, die Schulmedizin auszuschließen.
Sie stellt eine zusätzliche Frage.
Die Medizin betrachtet das Krankheitsbild, körperliche Vorgänge, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten.
Die Kausale Medizin fragt ergänzend:
Was geschah in meinem Leben?
Wie habe ich es bewertet?
Wann veränderte sich diese Bewertung?
Und welche Situationen wiederholen sich bis heute?
Hier möchte die Kausale Medizin eine Lücke schließen.
Der Mensch wird nicht ausschließlich zum Beobachter seiner Symptome.
Er beginnt, seinen persönlichen Zusammenhang zu verstehen.
Dein kausaler Rückblick
Du brauchst dafür keinen langen Fragenkatalog.
Beginne mit drei Fragen:
1. Wann begann mein ursprüngliches Konflikterleben und was geschah damals in meinem Leben?
2. Was hatte sich in meiner Situation oder meiner Denkweise verändert, bevor die Schmerzen erstmals auftraten?
3. Welcher Ablauf scheint sich vor meinen heutigen Schüben zu wiederholen und wie gehe ich heute damit um?
Schreibe die Antworten chronologisch auf, denn die entscheidende Information liegt nicht immer dort, wo gerade etwas schwieriger geworden ist.
Manchmal liegt sie genau dort, wo du bereits begonnen hast, eine Situation anders zu betrachten.
Verstehen schafft Zusammenhang.
Zusammenhang ermöglicht eine neue Betrachtungsweise.
Dort beginnt für mich ursächliches Denken.
Ursache statt Zufall.Bewusst leben nach der Methode Nada-Elisa.
Von Herzen, Deine Nada-Elisa






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