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Gehirntumor verstehen– warum die Diagnose nicht der Anfang der Geschichte ist

Porträt von Nada-Elisa vor einem hellen Weg im Licht. Titelbild zum Blogbeitrag „Gehirntumor verstehen – Die Diagnose ist nicht die ganze Geschichte“ aus der Kausalen Medizin.
Nada-Elisa - Institut Besser Leben

Autorin: Brigitte Nada-Elisa I Q & A Speakerin Kausale Medizin I Ausbilderin


Wenn ein Mensch die Diagnose Gehirntumor erhält, entsteht häufig sofort Angst.


Gedanken kreisen.

Fragen tauchen auf.

Wie geht es weiter?

Was bedeutet das für mein Leben?

Was wird auf mich zukommen?


In der Kausalen Medizin betrachten wir zunächst eine andere Frage:


Was ist der Geschichte der Diagnose Gehirntumor vorausgegangen?

Denn kein biologischer Prozess beginnt mit dem Befund. Jeder Befund hat eine Vorgeschichte und dort beginnt die zweite Säule der Kausalen Medizin "die biologischen Naturgesetze".

Die zweite Säule der Kausalen Medizin

Die zweite Säule der Kausalen Medizin beschäftigt sich mit der Verbindung zwischen Psyche, Gehirn und Organ.

Dabei gehen wir davon aus, dass belastende Lebenssituationen nicht nur auf der seelischen Ebene erlebt werden, sondern gleichzeitig bestimmte Bereiche des Gehirns und die zugehörigen Organe betreffen.

Deshalb betrachten wir niemals nur das Organ oder die Diagnose.

Wir betrachten den gesamten Verlauf.

Phase 1 – Die Konfliktaktivität

Am Anfang steht häufig eine Situation, die den Menschen unerwartet trifft.


Etwas geschieht, womit er nicht gerechnet hat.

Etwas belastet ihn emotional.

Etwas erscheint unlösbar.

Etwas bedroht seine Sicherheit, seinen Selbstwert, seine Zugehörigkeit oder seine Zukunft.


Je nach Inhalt des Konfliktes werden unterschiedliche Gehirnbereiche betrachtet.


Stammhirn

Hier werden vor allem existenzielle Themen zugeordnet.


Beispiele:

  • Versorgungsängste

  • Existenzängste

  • Überlebensthemen

  • etwas nicht bekommen können

  • etwas nicht loswerden können


Kleinhirn

Hier werden häufig Schutz- und Angriffsthemen eingeordnet.


Beispiele:

  • sich angegriffen fühlen

  • Verletzungen der persönlichen Integrität

  • starke Sorge um Angehörige

  • Schutzkonflikte


Marklager

Diesem Bereich werden Selbstwertthemen zugeordnet.


Beispiele:

  • sich nicht gut genug fühlen

  • Versagensgefühle

  • starke Selbstzweifel

  • Abwertung der eigenen Person oder Leistung


Großhirnrinde


Hier werden unter anderem folgende Themen betrachtet:

  • Trennungserlebnisse

  • Revierkonflikte

  • Identitätskonflikte

  • Entscheidungs- und Orientierungskonflikte

  • Angstthemen

  • Bewegungs- und Handlungsblockaden


Während dieser Phase befinden sich viele Menschen in einer Art Daueralarm.

Typische Begleiterscheinungen können sein:


  • Grübeln

  • innere Unruhe

  • schlechter Schlaf

  • Anspannung

  • ständiges Nachdenken über das Problem

  • verminderter Appetit

  • das Gefühl, nicht abschalten zu können


Der Fokus liegt auf dem Konflikt.

Der Mensch funktioniert, kämpft und hält durch.


Phase 2 – Die Lösung

Irgendwann verändert sich etwas.


Ein Problem wird gelöst.

Eine Entscheidung wird getroffen.

Eine belastende Situation endet.

Ein Mensch findet Frieden mit einer Situation.

Manchmal geschieht dies bewusst.

Manchmal unbewusst.

Man entwickelt zum Problem eine neue Sichtweise.


Mit diesem Moment beginnt ein neuer biologischer Abschnitt.

Phase 3 – Die Regenerationsphase

Nun schaltet der Organismus von Spannung auf Regeneration.

Der Körper beginnt aufzuholen.

Viele Menschen glauben, jetzt müsste es ihnen sofort besser gehen.

Oft ist das Gegenteil der Fall.

Der Organismus arbeitet nun intensiv an Anpassungs- und Regenerationsprozessen.

Aus Sicht der biologischen Naturgesetze betrifft diese Regeneration nicht nur das Organ, sondern auch den zugeordneten Gehirnbereich.


Innerhalb dieses Vorganges kann davon ausgegangen werden, dass es im betroffenen Gehirnareal während dieser Phase vorübergehend zu Schwellungs- und Reparaturvorgängen kommen kann.


Viele Menschen erschrecken genau in dieser Phase über Befunde oder Symptome.

Dabei wird innerhalb der biologischen Naturgesetze gerade dieser Abschnitt als Teil eines Regenerationsprozesses betrachtet.


Mögliche Erscheinungen können sein:

  • Müdigkeit

  • Erschöpfung

  • vermehrtes Schlafbedürfnis

  • Druckgefühle

  • Kopfschmerzen

  • Konzentrationsschwierigkeiten

  • emotionale Empfindlichkeit


Je intensiver die vorausgegangene Belastung war, desto intensiver kann auch diese Phase erlebt werden.

Warum die Vorgeschichte wichtig ist

In der Kausalen Medizin interessiert uns deshalb nicht nur die Diagnose, sondern der zeitliche Ablauf.


Welche Situation ging voraus?

Wann begann die Belastung?

Wie lange dauerte sie?

Wann trat Entlastung ein?

Welche Veränderungen zeigten sich danach?


Erst wenn diese Fragen beantwortet werden, entsteht ein vollständigeres Bild.

Die Rolle der Schulmedizin

Die Kausale Medizin versteht sich nicht als Gegenpol zur Schulmedizin.

Ihr Ziel ist es nicht, Menschen von Untersuchungen, Diagnostik oder individuellen Behandlungen abzuhalten.

Ihr Ziel ist es, einen zusätzlichen Blickwinkel zu eröffnen.


Einen Blick auf die mögliche Vorgeschichte eines biologischen Geschehens.

Einen Blick auf die seelischen Belastungen, die einem Prozess vorausgegangen sein könnten.

Einen Blick auf die Sinnhaftigkeit biologischer Reaktionen.


Jeder Mensch darf sich informieren, darf Fragen stellen und unterschiedliche Sichtweisen betrachten.

Jeder Mensch darf schulmedizinische, komplementäre oder andere unterstützende Wege prüfen.


Die Entscheidung bleibt immer seine eigene.

Die Kausale Medizin beschäftigt sich dabei vor allem mit einer Frage:

Welche Lebenssituation ging dem Geschehen voraus und welche Bedeutung hatte sie für den Betroffenen?


Alleine das Wissen und das Verstehen unterstützt jede weitere Therapie, da Angst mitunter kein Thema mehr ist.


Du selbst bist für dich der wichtigste Experte

Kein Mensch lebt in deinem Körper.

Kein Mensch kennt deine Gedanken, deine Gefühle, deine Geschichte und deine Erfahrungen so gut wie du selbst.


Deshalb geht die Kausale Medizin davon aus, dass jeder Mensch lernen darf, wieder stärker mit seiner eigenen Wahrnehmung in Verbindung zu kommen.


Das bedeutet nicht, fremde Meinungen abzulehnen und auch nicht, Untersuchungen oder Gespräche zu vermeiden.


Es bedeutet vielmehr, aktiv mitzudenken, Fragen zu stellen und bewusst Entscheidungen zu treffen.


Du darfst nachfragen.

Du darfst verstehen wollen.

Du darfst dir Zeit nehmen.

Du darfst eine zweite oder dritte Meinung einholen.

Du darfst Informationen sammeln und sorgfältig prüfen.

Du darfst dich von Gesprächen distanzieren, die ausschließlich Angst erzeugen, Druck aufbauen oder dir das Gefühl vermitteln, keine eigene Entscheidungsfähigkeit mehr zu besitzen.


Angst verengt den Blick - Vertrauen erweitert ihn.


Je besser ein Mensch seine Situation versteht, desto klarer kann er Entscheidungen treffen.

In diesem Sinne lautet ein zentraler Gedanke der Kausalen Medizin:


Du selbst bist für dich der beste Therapeut.

Nicht weil du alles wissen musst.


Sondern weil du der Mensch bist, der die Konsequenzen jeder Entscheidung trägt und deshalb das Recht und die Verantwortung hat, bewusst, informiert und selbstbestimmt zu entscheiden.

Warum Angst selten ein guter Ratgeber ist


Angst erzeugt Druck.

Druck erzeugt Anspannung.

Anspannung erschwert Klarheit.


Wer versteht, was möglicherweise hinter einem biologischen Prozess steht, erlebt häufig mehr Orientierung.


Verstehen bedeutet nicht, alles zu wissen.

Verstehen bedeutet auch nicht, auf notwendige Unterstützung zu verzichten.

Verstehen bedeutet, die eigene Situation bewusster einordnen zu können.


Deshalb steht in der Kausalen Medizin die Bewusstwerdung im Mittelpunkt.


Nicht die Angst.

Nicht die Panik.

Sondern das Verstehen.


Die dritte Säule der Kausalen Medizin

Nachdem die mögliche Ursache erkannt wurde, beginnt die dritte Säule der Kausalen Medizin: die Salutogenese.


Nun richtet sich der Blick nicht mehr auf den Konflikt.

Nun richtet sich der Blick auf die Frage:


Was stärkt mich?

Was bringt Ordnung in mein Leben?

Was fördert Kohärenz?

Was unterstützt mich dabei, wieder Vertrauen in mich und meinen Weg zu entwickeln?

Hier beginnt der Weg zurück zu innerer Stabilität.


Die wichtigste Botschaft

Die Diagnose ist nicht die gesamte Geschichte.

Sie ist oft nur ein Abschnitt in einem viel größeren Zusammenhang.

Wer bereit ist, seine Geschichte zu betrachten, entdeckt häufig Zusammenhänge, die vorher unsichtbar waren.


Darum geht es in der Kausalen Medizin:


Verstehen statt Panik.

Bewusstwerdung statt Hilflosigkeit.

Orientierung statt Angst.

Denn Angst heilt nichts.

Verstehen verändert alles.


Deshalt die Betriebsanleitung Leben auffrischen, verinnerlichen damit du ein selbstbestimmtes, bewusstes und ursächliches Leben führen kannst.

"Und das, bevor der Abpfiff kommt"



Von Herzen,

Deine Nada-Elisa


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