Gedanken oder Nährstoffe? Warum diese Frage die falsche ist.
- Brigitte Nada-Elisa

- vor 27 Minuten
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Autorin: Brigitte Nada-Elisa I Q & A-Speakerin I Ausbilderin I Mentorin
Hier mein Klartext!!
Neulich habe ich eine Aussage gehört, die mich zum Nachdenken gebracht hat: Menschen konzentrieren sich so sehr auf ihre Gedanken, dass sie dabei vergessen, ob ihr Körper auf Zellebene überhaupt die Voraussetzungen dafür hat, gesund zu sein, zum Beispiel genug Omega-3.
Ein wichtiger Punkt und einer, den ich gerne etwas weiterdenke, weil er meiner Erfahrung nach nur die halbe Geschichte erzählt.
Was die Wissenschaft wirklich zeigt: Gedanken wirken bis in die Zelle hinein
Es gibt ein eigenes Forschungsfeld dafür, die Psychoneuroimmunologie (PNI). Sie untersucht, wie Psyche, Nervensystem und Immunsystem zusammenspielen und die Ergebnisse sind eindeutig: Stress und emotionale Belastung wirken sich negativ auf das Immunsystem aus und erhöhen das Risiko für eine Vielzahl von körperlichen Erkrankungen.
Bei anhaltendem Stress kann das Immunsystem sogar beginnen, gesunde Körperzellen anzugreifen.
Ein Beispiel, das das greifbar macht: Elf Studierenden wurde eine kleine Wunde zugefügt, einmal in den Ferien, einmal drei Tage vor einer wichtigen Prüfung. In der Prüfungszeit heilten die Wunden rund drei Tage langsamer und die Immunfunktion war messbar geschwächt.
Bei keiner einzigen Testperson heilte die Wunde in der Prüfungsphase so schnell wie in den Ferien. Wundheilung passiert auf Zellebene.
Der Kopf hat hier also direkt mitgeredet.
Der Effekt funktioniert auch andersherum: Achtsamkeit, Mentaltraining, Meditation oder ein bewusster Umgang mit Gedanken können messbare Effekte auf Entzündungswerte und Immunparameter haben.
Sogar Dankbarkeit oder Mitgefühl verändern nachweislich körperliche Prozesse.
Der Grund: Gehirn und Immunsystem stehen ständig über Botenstoffe wie Cortisol in Kontakt. Gedanken können Entzündungen fördern oder eben abbauen.
Kurz gesagt: Der Gedanke ist keine Nebensache, die getrennt vom Körper stattfindet. Er ist Teil des biologischen Geschehens.
Der Teil, der in der Diskussion oft fehlt
Trotzdem stimmt es nicht, dass gute Gedanken einen echten Nährstoffmangel einfach auflösen und hier wird es interessant, denn die Wechselwirkung läuft in beide Richtungen.
Das lässt man in Verkaufsgesprächen für Nahrungsergänzung gerne weg.
Menschen unter Dauerstress greifen häufiger zu schlechtem Essen, zu Suchtmitteln und bewegen sich weniger.
Das heißt: Der Mangel entsteht oft erst durch die Gedanken- und Gefühlswelt, nicht unabhängig davon. Die Ernährung ist also keine Baustelle für sich, sondern hängt selbst am Denken.
Noch etwas Handfestes dazu: Der Begriff „klinische Psycho-Neuro-Immunologie" (kPNI), auf den sich manche Anbieter von Nahrungsergänzung gerne berufen, ist unter Fachleuten selbst umstritten. Kritiker weisen darauf hin, dass dabei behauptet wird, sämtliche chronischen Beschwerden gingen auf Entzündungsprozesse zurück, gegen die käufliche Nahrungsergänzungsmittel helfen sollen — verbreitet von einer Organisation, die selbst Lobbyarbeit für solche Produkte betreibt.
Die Argumentationskette „Euer Zellmilieu braucht zuerst unser Produkt, über Gedanken reden wir später" ist also selbst ein bekanntes Verkaufsmuster und kein neutraler wissenschaftlicher Fakt.
Die ehrlichere Aussage
Ein ungünstiges Denk- und Gefühlsmuster kann sowohl die Ursache für eine schlechte Versorgung sein, weil es zu den Verhaltensweisen führt, die den Mangel erzeugen, als auch die Wirkung einer bestehenden Unterversorgung verstärken.
Wer ausschließlich supplementiert, ohne an den Gedanken- und Verhaltensmustern zu arbeiten, die zur Mangelsituation geführt haben, behandelt das Symptom, nicht die Ursache. Das deckt sich mit einer Beobachtung, die viele von uns kennen: Menschen, die brav supplementieren und trotzdem krank bleiben.
Wer umgekehrt ausschließlich an Gedanken arbeitet und eine tatsächlich gemessene, deutliche Unterversorgung ignoriert, entzieht dem Körper die biochemischen Bausteine für genau die Zellprozesse, in denen sich Gedanken erst auswirken können.
Was das für die Praxis heißt
Die Frage ist nie „Nährstoffe oder Gedanken". Die bessere Frage lautet:
Woher kommt die Unterversorgung und was hält sie aufrecht?
Manchmal ist die Antwort ein echter Mangel, der Unterstützung braucht. Manchmal ist die Antwort ein Denk- und Lebensmuster, das den Mangel immer wieder neu erzeugt, egal wie viel supplementiert wird.
Oft ist es beides zugleich.
Quellen zum Nachlesen: Forschung zur Psychoneuroimmunologie (PNI), unter anderem zu Stress und Wundheilung sowie zu Achtsamkeit und Entzündungsmarkern; kritische Einordnungen der sogenannten „klinischen PNI" im Zusammenhang mit Nahrungsergänzungsmittel-Marketing.
Meine persönliche Schlussfolgerung
An diesem Punkt beginnt für mich die wahre Bedeutung eines fundierten Mentaltrainings.
Mentaltraining bedeutet nicht, sich Probleme schönzureden oder ausschließlich positiv zu denken. Es bedeutet, die eigenen Denk- und Verhaltensmuster bewusst zu erkennen und zu hinterfragen. Denn sie beeinflussen unsere Entscheidungen, unseren Lebensstil und damit auch unsere körperlichen Voraussetzungen.
In der Kausalen Medizin nach Methode Nada-Elisa gehen wir noch einen Schritt weiter. Wir fragen nicht nur, welche Nährstoffe fehlen oder welche Gedanken belastend sind.
Wir fragen nach der Ursache.
Was hat dazu geführt, dass ein Mensch dauerhaft unter Stress steht?
Weshalb entstehen Verhaltensweisen, die den Körper immer wieder in eine Unterversorgung bringen?
Warum fällt es manchen Menschen schwer, gesunde Entscheidungen dauerhaft umzusetzen?
Aus meiner Erfahrung beginnt dort die wahre Veränderung.
Erst wenn ein Mensch die Ursachen seines Denkens, Fühlens und Handelns erkennt, entsteht die Möglichkeit, seine Gewohnheiten nachhaltig zu verändern.
Dann können Mentaltraining und eine bewusste Versorgung des Körpers sinnvoll zusammenwirken.
Deshalb sehe ich die Frage nicht als „Gedanken oder Nährstoffe?“
Für mich lautet sie vielmehr:
Welche Ursachen haben dazu geführt, dass Körper und Denken aus dem Gleichgewicht geraten sind und wie können wir dieses Gleichgewicht wieder bewusst fördern?
Diese ursächliche Betrachtungsweise bildet die Grundlage der Kausalen Medizin nach Methode Nada-Elisa.
Sie verbindet Mentaltraining nach Kurt Tepperwein, die fünf biologischen Naturgesetze sowie das Salutogenese-Modell zu einer ganzheitlichen Sicht auf die Entstehung und Förderung von Gesundheit.
Es ist der Mantel für unsere Experten der Kausalen Medizin wo die persönliche Expertise einen willkommenen Platz inne hat.
Von Herzen,
Deine Nada-Elisa
Gerne kannst du das Basiswerkzeug am Institut Besser Leben mit Nada-Elisa kennenlernen.






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