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Hinweis:

Die Beiträge zeigen die Sichtweise der Kausalen Medizin nach Methode Nada-Elisa und ersetzen
keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.

„Ich hatte keine Zeit.“ Die bequemste Ausrede unserer Gesellschaft

vor 2 Minuten
3 Min. Lesezeit

Institut  Besser Leben by Nada-Elisa
Institut Besser Leben by Nada-Elisa

Autorin: Brigitte Nada-Elisa I Ausbilderin I Speakerin I Autorin


Diesen Satz höre ich im Beruf, in der Familie und im Alltag.

" Ich hatte keine Zeit"


Ich höre ihn auch in meinen Ausbildungen, ausgerechnet von Menschen, die sich mit Mentaltraining, Bewusstsein und Ursache und Wirkung beschäftigen. Eine Aufgabe bleibt liegen, ein Vorhaben wird nicht umgesetzt, eine Entscheidung wird vertagt. Und die Erklärung kommt automatisch: „Ich hatte keine Zeit.“

Klartext: Zeit trifft keine Entscheidungen. Das tun wir.

Die Uhr zeigt die Zeit, sie bestimmt nicht dein Leben

Kurt Tepperwein beschreibt Zeit als Sichtweise unseres Verstandes. Wir teilen das Leben in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ein und übersehen den einzigen Augenblick, in dem wir handeln: das Jetzt. Die Uhr hilft uns, Termine zu koordinieren. Sie ist ein Instrument. Wir haben daraus einen Maßstab gemacht, dem wir alles unterordnen.

Wir warten auf ruhigere Tage und auf weniger Verpflichtungen. Währenddessen ändert sich nichts. Der richtige Zeitpunkt entsteht nicht durch ein Datum im Kalender. Er beginnt mit deiner Entscheidung, einer Sache Bedeutung zu geben.

Keine Zeit oder keine Priorität?

Das ist unbequem, genau deshalb stelle ich die Frage. Wenn etwas nicht erledigt ist, gibt es Gründe: andere Verpflichtungen waren dringender, du hast dich übernommen oder dich innerlich nie entschieden. All das lässt sich ehrlich aussprechen. Mit „Ich hatte keine Zeit“ weichst du dem echten Grund aus. Du erklärst ein Ergebnis mit einem äußeren Umstand und übersiehst deinen eigenen Anteil.

Dabei geht es nicht darum, jede Minute mit Leistung zu füllen. Ruhe, Familie und Erholung haben ihren Platz. Wer sich dafür entscheidet, setzt ebenfalls eine Priorität. Problematisch wird es, wenn deine ausgesprochenen Ziele dauerhaft im Widerspruch zu deinen tatsächlichen Entscheidungen stehen. Du nennst etwas wichtig, gibst ihm aber keinen Platz in deinem Leben, und wunderst dich, warum du nicht vorankommst.

Wer Mentaltraining lehrt, beginnt bei sich selbst

Über Eigenverantwortung zu sprechen ist leicht. Spannend wird es, wenn der eigene Alltag diese Grundsätze herausfordert. Ein Mentaltrainer kennt die Macht von Gedanken und Sprache. Wenn er sich selbst immer wieder mit denselben Erklärungen aus der Verantwortung nimmt, ist das ein Signal zum Hinschauen. Nicht weil er nie etwas aufschieben darf, sondern weil seine Entwicklung dort beginnt, wo er seine eigenen Widersprüche erkennt.

Ein Diplom dokumentiert eine Ausbildung. Die Haltung zeigt sich im täglichen Leben.

Das Problem liegt nicht im Kalender

In der Kausalen Medizin nach Methode Nada-Elisa betrachten wir nicht nur das sichtbare Ergebnis, sondern die Zusammenhänge dahinter. Das gilt für dein ganzes Leben. Wenn jemand ein Vorhaben immer wieder verschiebt, interessiert mich nicht, wie voll sein Terminkalender ist. Mich interessiert, was dahinter steht:

  • Hast du dich wirklich für dieses Ziel entschieden?

  • Ist es dein Ziel oder eines, von dem du glaubst, dass andere es erwarten?

  • Steckt Angst vor dem nächsten Schritt dahinter, oder die Sorge, den eigenen Ansprüchen nicht zu genügen?

  • Oder ist das Ziel schlicht nicht wichtig genug?

Oft fehlt keine Zeit, sondern eine Entscheidung. Erst wenn du das erkennst, verlässt du die Ebene der Rechtfertigung und fragst, was du wirklich willst und wofür du Verantwortung übernimmst.

Das Leben findet nicht morgen statt

„Wenn die Kinder größer sind. Wenn der Beruf weniger fordert. Wenn es finanziell besser läuft.“ So verlagern wir unser Leben in die Zukunft. Doch auch diese Zukunft erleben wir nur als Gegenwart. Gestern kannst du nichts mehr erledigen, morgen noch nichts tun. Jede bewusste Handlung beginnt jetzt.

Das heißt nicht, dass du alles sofort verändern kannst. Es heißt, dass du heute erkennst, welche Bedeutung du einer Sache gibst und welche Entscheidung daraus folgt. Auch die bewusste Entscheidung, etwas nicht zu tun, ist klar und braucht keine Ausrede.

Streich diesen Satz

Wir können unseren Kalender füllen und trotzdem an den wesentlichen Zielen vorbeileben. Wir können beschäftigt sein, ohne bewusst zu handeln, und jahrelang von Veränderung reden, während wir an Gewohnheiten festhalten. Die Zahl deiner Verpflichtungen sagt wenig darüber aus, wie bewusst du lebst.

Streich deshalb diesen Satz aus deinem Sprachgebrauch:

„Ich hatte keine Zeit.“

Und sag stattdessen:

„Ich habe mich für etwas anderes entschieden.“

Deine Übung: 7 Tage ehrlich

Mach es konkret. Eine Woche reicht, damit du dein Muster erkennst.

  1. Nimm dir ein Notizbuch oder öffne die Notizen-App auf deinem Handy.

  2. Schreib jedes Mal, wenn du den Satz „Ich hatte keine Zeit“ sagst oder denkst, das Datum und den Anlass auf.

  3. Ersetze den Satz sofort durch: „Ich habe mich für etwas anderes entschieden.“

  4. Notiere dazu, wofür du dich stattdessen entschieden hast.

  5. Frage dich bei jedem Eintrag: War das eine bewusste Priorität oder eine Gewohnheit?

  6. Lies am siebten Tag deine Liste durch und entscheide, was du ab morgen anders machst.

Du wirst staunen, wie oft du dich in einer Woche auf diesen Satz verlässt und welche Vorhaben sich dahinter verstecken.

Dieser neue Satz ist nicht immer angenehm. Aber er zeigt dir, wo deine Verantwortung beginnt. Die Zeit ist nicht verantwortlich für das Leben, das du führst. Du bist es.


Von Herzen, Deine

Brigitte Nada-Elisa



 
 
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Über die Autorin

Brigitte Nada-Elisa ist seit über 30 Jahren Mentorin und Mentaltrainerin. Sie gründete 2006 das Institut Besser Leben in Wien und entwickelte die Kausale Medizin nach Methode Nada-Elisa. Über 500 Mentaltrainerinnen und Mentaltrainer hat sie ausgebildet.

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