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Hinweis:

Die Beiträge zeigen die Sichtweise der Kausalen Medizin nach Methode Nada-Elisa und ersetzen
keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.

Warum kenne ich meine Expertise nicht obwohl ich so viel weiß?

vor 11 Stunden
4 Min. Lesezeit
Nada-Elisa mit Bick voller Klarheit und der Titel im Bild Warum kenne ich meine Epertise nicht obwohl ich so viel weiß
Institut Besser Leben by Nada-Elisa

Du hast Ausbildungen abgeschlossen, Bücher gelesen und viel Wissen gesammelt. Trotzdem beschäftigt dich die Frage: „Warum kenne ich meine Expertise nicht obwohl ich so viel weiß?“ Sobald du erklären willst, wofür du fachlich stehst, zählst du Methoden auf oder findest keine klare Formulierung.

Als Ausbilderin für Mentaltrainer und Mentoren beschäftige ich mich mit genau dieser Verbindung: Wie wird aus gelerntem Wissen eine nachvollziehbare Arbeitsweise und daraus ein klares berufliches Angebot? Für mich beginnt die Antwort bei der Ordnung deines Wissens und der bewussten Betrachtung deiner bisherigen Anwendung.

Warum kenne ich meine Expertise nicht obwohl ich so viel weiß: Wissen braucht einen Zusammenhang

Eine Ausbildung vermittelt dir Inhalte und Methoden. Deine Expertise zeigt sich darin, wie du diese Inhalte einordnest, miteinander verbindest und in einer konkreten Situation anwendest.

Du kennst beispielsweise die Grundlagen des Mentaltrainings. Doch welche Fragen stellst du, wenn ein Mensch seine Entscheidungen ständig aufschiebt? Wie erkennst du, welche Annahme seiner Entscheidung zugrunde liegt? Wie führst du ein Gespräch vom allgemeinen Erzählen zu einer konkreten Erkenntnis?

Hier wird deine fachliche Kompetenz sichtbar. Sie zeigt sich in deinem Vorgehen, deiner Begründung und deiner Fähigkeit, den nächsten Schritt verständlich zu erklären.

Wenn du dein Wissen nur nach Ausbildungsnamen sortierst, bleibt dieser Zusammenhang leicht verborgen. Dann stehen viele Qualifikationen nebeneinander. Was du daraus entwickelt hast, erhält noch keinen eigenen Namen.

Was für dich selbstverständlich ist, bleibt oft unbenannt

Du hörst eine Aussage und erkennst einen Widerspruch. Du ordnest ein komplexes Thema verständlich. Du stellst eine Frage, die den entscheidenden Punkt klärt.

Weil dir das vertraut ist, misst du dieser Fähigkeit wenig Bedeutung bei. Dein Blick richtet sich auf das Wissen, das dir noch fehlt. Was du bereits sicher anwendest, tritt in den Hintergrund.

Deshalb lohnt sich eine konkrete Bestandsaufnahme. Die Frage „Was weiß ich alles?“ liefert meist eine lange Liste. Die Frage „Was mache ich mit meinem Wissen?“ führt näher an deine Expertise.

Betrachte Situationen aus deiner bisherigen Arbeit. Beschreibe, welche Ausgangslage vorlag, was du erkannt hast, wie du vorgegangen bist und welches Ergebnis tatsächlich sichtbar wurde. So erhält deine Selbsteinschätzung eine nachvollziehbare Grundlage.

Ursächliches Denken beginnt auch bei deiner beruflichen Unklarheit

In der Kausalen Medizin nach Methode Nada-Elisa steht ursächliches Denken im Mittelpunkt. Diese Perspektive beziehe ich auch auf berufliche Entwicklung: Welche Denkweise führt zu welcher Entscheidung, und welche Folgen entstehen daraus?

Wenn du trotz umfangreicher Ausbildung deine Expertise nicht benennst, frage nach dem Zusammenhang. Nach welchem Maßstab bewertest du dein Wissen? Vergleichst du deine tägliche Arbeit mit der öffentlichen Darstellung anderer? Wartest du auf eine weitere Qualifikation, bevor du dein bestehendes Können ernst nimmst?

Eine Aussage wie „Ich weiß noch nicht genug“ beeinflusst dein Handeln. Du buchst die nächste Ausbildung, verschiebst dein Angebot und sammelst weitere Inhalte. Die ursprüngliche Frage nach deiner beruflichen Positionierung bleibt offen.

Meine Arbeit setzt bei solchen Annahmen an. Wir betrachten, worauf sie beruhen und welche Entscheidungen daraus entstehen. Selbstverantwortung bedeutet hier, die eigenen Maßstäbe zu prüfen und die nächsten Schritte bewusst festzulegen.

Meine Methodik verbindet Wissen mit einer klaren Arbeitsweise

Meine Kausale Medizin ist eine eigenständige Synthese aus meiner Expertise und drei fachlichen Säulen: dem Mentaltraining nach Kurt Tepperwein, den fünf biologischen Naturgesetzen und dem Salutogenese-Modell nach Antonovsky.

Für die Frage nach deiner Expertise ist entscheidend, wie daraus eine begründete Arbeitsweise entsteht.

Im Mentaltraining geht es unter anderem um deine Gedanken, Bewertungen und bewussten Entscheidungen. Dazu gehört auch die Vorstellung, ab wann du dich als fachlich kompetent bezeichnest.

Die Beschäftigung mit den fünf biologischen Naturgesetzen ist ein Bestandteil meiner Ausbildung. In der Fallarbeit lege ich Wert auf genaue Fragen, eine klare Dokumentation und die Trennung zwischen vorliegenden Angaben und deren Deutung. Diese Genauigkeit gehört zu meiner fachlichen Arbeitsweise.

Aus der Salutogenese greife ich die Fragen nach Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit auf. Übertragen auf deine berufliche Entwicklung heißt das: Verstehst du dein Vorgehen? Verfügst du über die Fähigkeiten und Mittel für die Umsetzung? Ist dir klar, wofür du deine Arbeit einsetzt?

Meine Expertise liegt auch darin, diese Perspektiven in eine strukturierte Ausbildung für Mentaltrainer und Mentoren zu übersetzen. Ich vermittle Wissen, Gesprächsführung und Anwendung und begleite die Umsetzung bis zum Aufbau eines persönlichen Mental-Mentoring-Unternehmens.

Deine Expertise erkennen: Stelle präzise Fragen

Eine allgemeine Aussage wie „Ich arbeite mit Menschen“ beschreibt dein Fachgebiet kaum. Präzise Fragen machen deine besonderen Fähigkeiten sichtbar:


  • Bei welchem konkreten Anliegen findest du dich fachlich gut zurecht?

  • Welche Zusammenhänge erkennst du und woran machst du sie fest?

  • Welche Fragen führen in deiner Arbeit zu einer Klärung?

  • Welche Vorgehensweise wendest du sicher an und wie begründest du sie?

  • Welche Ergebnisse sind dokumentiert oder durch Rückmeldungen bestätigt?


Beantworte diese Fragen anhand konkreter Beispiele. Unterscheide dabei zwischen gelerntem Wissen, eigener Erfahrung und sicherer Anwendung.

Diese Unterscheidung hilft dir, deine Stärken zu erkennen und den Umfang deines Angebots klar zu bestimmen. Sie zeigt dir zugleich, an welcher Stelle du weitere Praxis oder fachliche Vertiefung brauchst.

Berufliche Positionierung entsteht durch eine klare Entscheidung

Wenn du viel weißt, stehen dir oft mehrere Themen offen. Für dein Angebot entscheidest du, welche davon zusammengehören und für wen diese Verbindung relevant ist.

Deine Positionierung beantwortet drei Fragen: Für wen arbeitest du? Welches Anliegen bearbeitest du? Wie gehst du dabei vor?

Ein Beispiel aus meiner beruflichen Ausrichtung lautet:


Ich bilde Mentaltrainer und Mentoren aus. Ich vermittle ihnen eine strukturierte Arbeitsweise, mit der sie Wissen in Gesprächen und Unterricht anwenden und ihr eigenes Mental-Mentoring-Unternehmen aufbauen.


Diese Aussage benennt Zielgruppe, Aufgabe und Vorgehen. Die einzelnen Ausbildungsinhalte erläutern anschließend, worauf die Arbeit beruht.

Genauso erhält dein eigenes Angebot eine klare Form. Deine Qualifikationen begründen es. Deine konkrete Arbeitsweise macht es verständlich.

Gib deinem vorhandenen Können eine klare Form

Deine Expertise wird sichtbar, wenn du dein Wissen ordnest, deine Anwendung überprüfst und deine fachlichen Entscheidungen begründest.

Am Institut Besser Leben verbinde ich deshalb Ausbildung mit Umsetzung. Für mich gehört dazu, dass du erklären kannst, was du tust, warum du so vorgehst und welchen nächsten Schritt du daraus ableitest.

Beginne mit einer konkreten Arbeitssituation. Schreibe auf, was du erkannt, gefragt und umgesetzt hast. Benenne anschließend die Fähigkeit, die dahintersteht.

So entsteht eine Beschreibung deiner Expertise, die auf deiner tatsächlichen Arbeit beruht. Daraus entwickelst du ein Angebot, das du klar vertrittst und verständlich kommunizierst.


Von Herzen, Deine

Nada-Elisa


Hier gehts zu Deiner Positionierung


Bild mit den titel Persönliche Entwicklung, wo stehst du, deine Positionierung in der Persönlichkeitsentwicklung

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Über die Autorin

Brigitte Nada-Elisa ist seit über 30 Jahren Mentorin und Mentaltrainerin. Sie gründete 2006 das Institut Besser Leben in Wien und entwickelte die Kausale Medizin nach Methode Nada-Elisa. Über 500 Mentaltrainerinnen und Mentaltrainer hat sie ausgebildet.

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