Belastende Beziehungen – Warum geben wir anderen Menschen die Macht über unser Glück?
- Brigitte Nada-Elisa

- vor 12 Stunden
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Autorin: Brigitte Nada-Elisa I Q & A-Speakerin I Ausbilderin I Mentorin Kausale Medizin
Immer wieder werde ich gefragt, warum manche Beziehungen so belastend sind und weshalb sie uns oft über Jahre begleiten.
Heute hat mich ein Mitglied meiner Community gebeten, genau über dieses Thema zu schreiben. Diesen Wunsch greife ich gerne auf.
Als Mentaltrainerin sowie Ausbilderin von Mentaltrainern und Mentoren begleite ich seit vielen Jahren Menschen dabei, ihre Denk- und Verhaltensmuster bewusst zu erkennen. Dabei fließen die Methodik von Kurt Tepperwein, meine langjährige Erfahrung als Mentorin sowie die Grundlagen der Kausalen Medizin mit ein.
Ein Satz aus Ein Kurs in Wundern begleitet mich seit vielen Jahren:
„Der andere ist immer schuldlos.“
Dieser Satz bedeutet nicht, dass jedes Verhalten eines anderen Menschen richtig ist.
Er bedeutet vielmehr, dass niemand die Macht hat, über mein inneres Erleben zu bestimmen, außer ich selbst.
Wer bestimmt über dein Glück?
Was bedeutet es, wenn wir einem anderen Menschen die Macht geben, über unser Glück, unsere Leichtigkeit oder unsere Belastung zu entscheiden?
Warum warten wir darauf, dass der andere sich verändert?
Warum glauben wir, erst dann wieder glücklich sein zu können?
Dabei ist niemand auf dieser Erde, um zu leiden.
Wir sind hier, um glücklich zu sein.
Glücklich sein bedeutet jedoch nicht, ständig auf einer rosaroten Wolke zu schweben.
Es bedeutet, das faszinierende Spiel des Lebens meisterhaft zu spielen und jedes Spiel hat seine Regeln.
Wer die Spielregeln kennt und versteht, beherrscht und lebt, trifft andere Entscheidungen.
Eine der wichtigsten Regeln ist "Das Gesetz des Loslassens":
Alles, was mich dauerhaft belastet, darf ich hinterfragen.
Und alles, was mir dauerhaft nicht guttut, darf ich loslassen.
Die Sichtweise der Kausalen Medizin nach Methode Nada-Elisa
Aus der Sicht der Kausalen Medizin stellt sich nicht zuerst die Frage:
Was macht der andere mit mir?
Die tiefere Frage lautet:
Warum habe ich diesem Menschen Macht über mein Glücklich-Sein, mein inneres Gleichgewicht, gegeben?
In der Kausalen Medizin werden unterschiedliche Konfliktqualitäten als Ausdruck unterschiedlicher innerer Erlebnisweisen betrachtet. Nicht die äußere Situation steht im Mittelpunkt, sondern die individuelle Art, wie ein Mensch ein Ereignis erlebt und welche Bedeutung er ihm gibt.
Deshalb können zwei Menschen dieselbe Situation völlig unterschiedlich verarbeiten.
Welche Konfliktqualitäten können belastende Beziehungen berühren?
Belastende Beziehungen können unterschiedliche innere Konfliktqualitäten ansprechen.
Trennungskonflikt
Wenn ein Mensch emotional gebunden ist und dennoch Verlust, Distanz oder das Gefühl erlebt, verlassen oder ausgeschlossen zu sein.
Revierkonflikt
Wenn jemand das Gefühl entwickelt, sein Platz, seine Ordnung, seine Würde oder sein persönlicher Raum werde bedroht.
Selbstwerteinbruch
Wenn eine Beziehung immer wieder vermittelt:
„Ich genüge nicht.“
„Ich werde nicht gesehen.“
„Ich bin nicht gut genug.“
Ohnmachtskonflikt
Wenn der Eindruck entsteht, nichts verändern zu können und den Umständen ausgeliefert zu sein.
Ärger- oder Unverdaulichkeitskonflikt
Wenn Situationen immer wieder innerlich beschäftigen und nicht verarbeitet oder losgelassen werden können.
Der entscheidende Perspektivenwechsel
Entscheidend ist nicht die Beziehung an sich.
Entscheidend ist, was diese Beziehung in mir auslöst.
Solange ich glaube, der andere "müsse" sich verändern, bleibe ich innerlich abhängig.
Sobald ich erkenne, welche Reaktion immer wieder in mir aktiviert wird, beginnt Selbstverantwortung.
„Der andere ist immer schuldlos“,
bedeutet nicht, dass jedes Verhalten akzeptiert werden soll.
Er bedeutet:
Ich nehme meine Macht zurück.
Ich erkenne meine Reaktion.
Ich sehe mein Muster.
Ich treffe eine neue Entscheidung.
Alles, was mich dauerhaft belastet, darf geprüft werden.
Alles, was mir dauerhaft nicht guttut, darf ich verlassen.
Nicht aus Härte, sondern aus innerer Ordnung.
Denn wirkliche Freiheit beginnt nicht im Verhalten des anderen.
Sie beginnt in der Entscheidung, die Verantwortung für das eigene Leben wieder selbst zu übernehmen.
Mein Impuls für dich
Frage dich heute einmal ganz ehrlich:
Welcher Mensch nimmt in meinem Leben gerade so viel Raum ein, dass ich mein eigenes Glück von seinem Verhalten abhängig mache?
Vielleicht beginnt genau mit dieser Frage eine neue Sichtweise.
Und vielleicht liegt darin bereits der erste Schritt zu mehr innerer Freiheit.
In diesem Sinne lade ich dich in mein 3-Tage Seminar " Grundlagen des Mentaltrainings & Kausale Medizin" herzlich ein, meine Arbeit und mich kennenzulernen.
Deine Nada-Elisa





Sehr klar und aufschlussreich dargestellt, vielen Dank!