Gürtelrose – der biologische Ablauf aus Sicht der Kausalen Medizin
- Brigitte Nada-Elisa

- 6. Juli
- 6 Min. Lesezeit

Autorin: Nada-Elisa I Q & A-Speakerin I Ausbilderin I Kausale Medizin
Gürtelrose ist für viele Menschen ein erschreckendes Ereignis.
Plötzlich brennt die Haut.Es entstehen Schmerzen.Bläschen bilden sich.Oft ist nur eine Körperseite betroffen.
Aus Sicht der Kausalen Medizin nach Methode Nada-Elisa beginnt dieser Prozess jedoch meist nicht erst mit den sichtbaren Hautzeichen.
Der biologische Ablauf beginnt früher.
Er beginnt dort, wo der Mensch eine belastende Lebenssituation erlebt hat, die innerlich als Trennung, Kontaktverlust, Verletzung oder Besudelung empfunden wurde.
Die Gürtelrose zeigt sich erst dann, wenn der Konflikt bereits gelöst ist.
Genau deshalb ist der zeitliche Zusammenhang so wichtig.
Das biologische Thema bei Gürtelrose
Bei Gürtelrose steht ein Trennungskonflikt im Vordergrund.
Das bedeutet:
Ein Mensch erlebt eine Situation, in der Kontakt fehlt, abbricht oder innerlich als verloren empfunden wird.
Das kann körperlicher Kontakt sein.
Das kann emotionale Nähe sein.
Das kann Zugehörigkeit sein.
Das kann auch ein vertrauter Platz im Leben sein.
Mögliche Konfliktthemen sind:
plötzliche Trennung von einem Menschen
Verlust von Nähe
fehlender Körperkontakt
Zurückweisung
Ausschluss
Kontaktabbruch
unerwartete Distanz
das Gefühl, jemanden nicht mehr erreichen zu können
Je nach betroffener Hautschicht kann zusätzlich ein Besudelungs- oder Verunstaltungsthema eine Rolle spielen.
Das bedeutet:
Ein Mensch erlebt etwas als beschämend, verletzend, abstoßend oder entwürdigend.
Auch hier entscheidet nicht das äußere Ereignis allein.
Entscheidend ist, wie der Mensch die Situation innerlich erlebt hat.
Was geschieht in der Konfliktaktivität?
In der Konfliktaktivität ist der Organismus im Anpassungsmodus.
Der Konflikt ist noch nicht gelöst.
Der Mensch beschäftigt sich innerlich weiter mit der Situation.
Er denkt daran.
Er sucht eine Lösung.
Er will, damit zurechtzukommen.
Er bleibt innerlich gebunden.
Bei einem Trennungskonflikt kann die Haut in dieser Phase unempfindlicher werden.
Möglich sind:
weniger Gefühl an der betroffenen Stelle
Taubheitsgefühl
innere Anspannung
gedankliches Kreisen
kaum sichtbare Hautveränderungen
Der biologische Sinn liegt darin, die Trennung besser ertragen zu können.
Wenn Kontakt fehlt, reduziert der Organismus vorübergehend die Empfindung.
Der Mensch spürt weniger.
Der Körper passt sich an.
Die Konfliktlösung
Die Konfliktlösung ist der Wendepunkt.
Sie kann durch ein äußeres Ereignis entstehen.
Zum Beispiel:
eine Aussprache
eine Versöhnung
ein Wiedersehen
eine klare Entscheidung
das Ende einer belastenden Situation
ein inneres Akzeptieren
ein Loslassen
eine neue Ordnung im Leben
Oft sagt der Mensch später:
„Danach war ich wieder ruhiger.“„Da war es für mich erledigt.“„Ich hatte endlich Klarheit.“„Ich dachte, jetzt ist es vorbei.“
Genau dann beginnt aus Sicht der Kausalen Medizin die Heilphase.
Und genau dann kann Gürtelrose sichtbar werden.
Was geschieht in der Heilphase?
In der Heilphase regeneriert sich das betroffene Gewebe.
Jetzt entstehen häufig die typischen Beschwerden der Gürtelrose.
Möglich sind:
Brennen
starke Schmerzen
Rötung
Bläschen
Juckreiz
Schwellung
Berührungsempfindlichkeit
einseitige Ausbreitung entlang einer Körperregion
Viele Menschen wundern sich, weil die Beschwerden erst kommen, wenn die belastende Situation vorbei ist.
Aus kausaler Sicht ist genau das verständlich.
Während der Konflikt aktiv war, stand Anpassung im Vordergrund.
Nach der Lösung beginnt die Wiederherstellung.
Der Körper arbeitet jetzt nach.
Die Krise
Etwa in der Mitte der Heilphase kann eine Krise auftreten.
In dieser Phase können sich Beschwerden kurzfristig verstärken.
Möglich sind:
stärkeres Brennen
stärkere Schmerzen
mehr Druckgefühl
innere Unruhe
kurze Verschlechterung
erhöhte Empfindlichkeit
Diese Krise ist ein Übergangspunkt.
Danach beginnt die zweite Hälfte der Heilphase.
Die Symptome gehen schrittweise zurück.
Abschluss der Heilphase
Nach der Krise trocknen die Bläschen ein.
Es bilden sich Krusten.
Die Haut beruhigt sich.
Die Schmerzen lassen nach.
Das Gewebe schließt den biologischen Prozess ab.
Wie intensiv diese Phase erlebt wird, hängt aus kausaler Sicht unter anderem davon ab, wie stark und wie lange der Konflikt aktiv war.
Die Bedeutung der Körperregion bei Gürtelrose
Die betroffene Körperregion kann wichtige Hinweise geben.
Sie zeigt, in welchem Lebensbereich der Konflikt innerlich erlebt wurde.
Dabei geht es nicht um starre Regeln.
Es geht um Orientierung.
Entscheidend bleibt immer die persönliche Geschichte.
Gürtelrose am Brustkorb
Der Brustkorb steht häufig mit Nähe, Beziehung, Schutz und Zugehörigkeit in Verbindung.
Mögliche Themen:
Trennung vom Partner
Distanz zu einer nahestehenden Person
Verlust von Geborgenheit
fehlende Umarmung
Zurückweisung durch einen wichtigen Menschen
Gürtelrose am rechten Brustkorb
Der rechte Brustkorb kann häufig auf Themen mit dem Partner, einer gleichrangigen Person oder einer wichtigen Bezugsperson hinweisen.
Mögliche Fragen:
Von wem habe ich mich getrennt gefühlt?
Wer war plötzlich nicht mehr erreichbar?
Wo fehlte mir Nähe?
Welche Beziehung hat mich innerlich beschäftigt?
Gürtelrose am linken Brustkorb
Der linke Brustkorb kann häufig mit Mutter-, Vater- oder Kind-Themen verbunden sein.
Mögliche Fragen:
Gab es eine Sorge um ein Kind?
Fühlte ich mich von Mutter, Vater oder Kind getrennt?
Gab es einen Kontaktabbruch in der Familie?
Habe ich Nähe vermisst, die mir wichtig war?
Gürtelrose im Gesicht
Das Gesicht steht für Sichtbarkeit, Identität, Begegnung und Ausdruck.
Mögliche Themen:
sich bloßgestellt fühlen
sich verletzt zeigen
nicht gesehen werden
beschämt sein
eine Kränkung im Kontakt mit anderen
ein Thema rund um das eigene Erscheinungsbild
Mögliche Fragen:
Wo fühlte ich mich nicht gesehen?
Wann wurde mein Gesicht, mein Auftreten oder mein Ausdruck zum Thema?
Gab es eine Situation, in der ich mich beschämt fühlte?
Wer hat mich verletzt oder bloßgestellt?
Gürtelrose am Rücken
Der Rücken steht häufig für etwas, das hinter einem geschieht oder das man nicht kommen sah.
Mögliche Themen:
hintergangen werden
etwas Unerwartetes erleben
sich nicht geschützt fühlen
eine Situation „im Rücken“ haben
Druck durch eine nicht ausgesprochene Belastung
Mögliche Fragen:
Was hat mich unerwartet getroffen?
Was kam von hinten?
Wo fühlte ich mich nicht geschützt?
Gab es eine Situation, die ich nicht kontrollieren konnte?
Gürtelrose am Arm
Die Arme stehen häufig mit Kontakt, Nähe, Halten, Umarmen und Handlungsfähigkeit in Verbindung.
Mögliche Themen:
jemanden nicht halten können
jemanden nicht erreichen können
eine Umarmung vermissen
Kontakt abbrechen
nicht handeln können
Mögliche Fragen:
Wen konnte ich nicht erreichen?
Wen wollte ich festhalten?
Wo war Kontakt nicht mehr möglich?
Welche Handlung wurde mir verwehrt?
Gürtelrose an der Hand
Die Hände stehen für Greifen, Berühren, Festhalten, Geben und Nehmen.
Mögliche Themen:
etwas loslassen
jemanden nicht mehr berühren können
etwas nicht mehr in der Hand haben
Kontrolle verlieren
Kontaktverlust im konkreten Tun
Mögliche Fragen:
Was hatte ich nicht mehr in der Hand?
Wen konnte ich nicht mehr berühren?
Was musste ich loslassen?
Wo verlor ich Einfluss?
Gürtelrose am Bein
Die Beine stehen mit Gehen, Weggehen, Bleiben, Fortkommen und Lebensrichtung in Verbindung.
Mögliche Themen:
jemand geht weg
man selbst kann nicht gehen
Trennung auf dem gemeinsamen Weg
nicht weiterkommen
zurückgelassen werden
Mögliche Fragen:
Wer ist aus meinem Leben gegangen?
Wo konnte ich nicht mitgehen?
Wo fühlte ich mich zurückgelassen?
Welche Richtung wurde plötzlich unterbrochen?
Gürtelrose im Bauch- oder Hüftbereich
Der Bauch- und Hüftbereich kann mit Nähe, Bindung, Sicherheit, Zugehörigkeit und persönlichem Raum verbunden sein.
Mögliche Themen:
verletzte Nähe
Grenzüberschreitung
familiäre Belastung
Verlust von Sicherheit
innerer Rückzug
Mögliche Fragen:
Wo wurde mein persönlicher Raum verletzt?
Welche Nähe war mir zu viel oder hat gefehlt?
Welche familiäre Situation hat mich belastet?
Wo fühlte ich mich nicht sicher?
Fragen zur Ursachenforschung
Für die kausale Betrachtung sind klare Fragen hilfreich.
Nicht jede Frage passt zu jedem Menschen.
Wichtig ist, welche Frage innerlich einen Zusammenhang öffnet.
Mögliche Fragen:
Welche belastende Situation ging der Gürtelrose voraus?
Wann begann diese Situation?
Wann wurde sie gelöst?
Kam die Gürtelrose nach einer Klärung, Entscheidung oder Entspannung?
Von wem fühlte ich mich getrennt?
Welche Nähe fehlte mir?
Wen konnte ich nicht erreichen?
Wo fühlte ich mich ausgeschlossen?
Gab es eine Kränkung?
Gab es ein Gefühl von Beschämung oder Besudelung?
Warum zeigt sich die Gürtelrose genau an dieser Körperstelle?
Welche Person oder Situation verbinde ich mit dieser Körperregion?
Gibt es noch Restkonflikte?
Gibt es Wiederholungen oder Auslöser im Alltag?
Was ist zu tun?
Aus Sicht der Kausalen Medizin geht es zuerst um Verstehen.
Nicht um Druck.
Nicht um Schuld.
Nicht um Bewertung.
Sondern um den Zusammenhang zwischen Lebenssituation, Konflikterleben und biologischem Ablauf.
Hilfreich ist ein ruhiges Zurückverfolgen:
Wann haben die ersten Beschwerden begonnen?
Was war kurz davor gelöst, entschieden oder beendet?
Welche belastende Situation lag davor?
Welche Person war beteiligt?
Welche Körperregion ist betroffen?
Welches Thema passt zu dieser Körperregion?
Gibt es noch innere Reste dieses Konflikts?
Wenn der Zusammenhang klarer wird, entsteht Ordnung.
Der Mensch versteht besser, warum der Körper genau jetzt reagiert.
Das ist der zentrale Ansatz der Kausalen Medizin nach Methode Nada-Elisa.
Fazit
Gürtelrose ist aus kausaler Sicht nicht nur ein Hautthema.
Sie kann Ausdruck eines biologischen Ablaufs nach einem erlebten Trennungs-, Kontakt- oder Besudelungskonflikt sein.
Die Beschwerden zeigen sich nicht während der größten Belastung, sondern nach der Lösung.
Genau dort beginnt die bewusste Betrachtung.
Welche Situation war vorher aktiv?
Wann kam die Lösung?
Warum zeigt sich der Prozess an genau dieser Körperstelle?
Wer diese Fragen stellt, beginnt den Ablauf nicht nur äußerlich, sondern ursächlich zu verstehen.
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Von Herzen
Brigitte Nada-Elisa
Hinweis
Die Kausale Medizin nach Methode Nada-Elisa versteht sich als komplementärer Ansatz zur Bewusstwerdung möglicher Zusammenhänge zwischen Lebenssituationen und biologischen Prozessen.
Sie greift nicht in schulmedizinische Diagnosen, Untersuchungen oder Behandlungen ein und erhebt nicht den Anspruch, diese zu ersetzen. Ihr Ziel ist es vielmehr, den komplementären Bereich zu ergänzen und Menschen eine weitere Perspektive auf die möglichen Ursachen ihrer Beschwerden zu eröffnen.
Die in diesem Beitrag dargestellten Inhalte dienen der Information und der persönlichen Reflexion. Sie schließen eine ärztliche Abklärung, Diagnostik oder Therapie nicht aus und ersetzen diese nicht.





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