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Hörsturz, Tinnitus und Mittelohrentzündung aus Sicht der Kausalen Medizin

Autorin: Brigitte Nada-Elisa I Q & A-Speakerin I Ausbilderin Kausale Medizin


Brigitte Nada-Elisa erklärt Hörsturz, Tinnitus und Mittelohrentzündung im Magazin für Kausale Medizin.
Institut Besser Leben by Nada-Elisa

Nicht jede Ohrsymptomatik hat dieselbe Ursache

Wenn wir über Hörsturz, Tinnitus oder Ohrenschmerzen sprechen, betrachten wir häufig nur das Symptom.

Die Kausale Medizin unterscheidet genauer.

Je nachdem, welcher Bereich des Ohres betroffen ist, können unterschiedliche Konfliktthemen zugrunde liegen.

Hörsturz und Innenohr

Der zugrunde liegende Konflikt

Hinter einem Hörsturz steht häufig ein Hörkonflikt.

Der Kern dieses Konfliktes lautet:

„Das will ich nicht hören.“

oder

„Ich habe etwas Schreckliches gehört.“

Dabei kann es sich um eine überraschende, schockierende oder verletzende Information handeln.

Beispiele:

  • Eine Trennung

  • Ein schwerer Vorwurf

  • Eine Kündigung

  • Eine unerwartete Nachricht

  • Eine Aussage, die das bisherige Weltbild erschüttert

  • Worte, die als ungerecht oder verletzend erlebt werden

Typisch ist, dass die Situation den Betroffenen unvorbereitet trifft.

Die konfliktaktive Phase

Nach dem Konfliktereignis beschäftigt sich der Mensch ständig mit dem Geschehen.

Die Gedanken kreisen, die Situation wird analysiert, sucht nach Erklärungen und will verstehen.

In dieser Phase läuft im Organismus ein biologischer Anpassungsprozess.

Der Körper befindet sich nicht in Regeneration, sondern in Aktivität.

Der Mensch erlebt häufig innere Anspannung, erhöhte Aufmerksamkeit und eine starke gedankliche Bindung an das Ereignis.

Die Konfliktlösung

Irgendwann verändert sich die Situation.


Eine Aussprache findet statt.

Eine Entscheidung wird getroffen.

Eine Erkenntnis entsteht.

Oder die belastende Information verliert ihre Bedeutung.


Der innere Alarmzustand endet und damit beginnt die Heilungsphase.


Die Heilungsphase

Jetzt startet die Regeneration des zuvor belasteten Gewebes.

Im Bereich des Innenohres kommt es zu Reparaturvorgängen.

Dabei entsteht vorübergehend eine Schwellung.

Diese Schwellung kann das Hörvermögen vorübergehend beeinträchtigen und in dieser Phase treten häufig Symptome auf wie:

  • Hörsturz

  • Hörminderung

  • Ohrdruck

  • Tinnitus

  • Geräuschempfindlichkeit

  • Schwindel

Aus Sicht der Kausalen Medizin handelt es sich dabei nicht um den Beginn des Prozesses, sondern um die Regenerationsphase nach einer bereits gelösten Konfliktsituation.

Die Krise

Etwa in der Mitte der Heilungsphase kommt es häufig zu einer kurzen, aber intensiven Phase.

Sie dient dem Organismus dazu, die Heilungsphase abzuschließen und das entstandene Ödem wieder abzubauen.


Dabei können Symptome kurzfristig stärker werden.

Mögliche Erscheinungen:

  • Verstärkter Tinnitus

  • Vorübergehende Hörverschlechterung

  • Stärkeres Druckgefühl

  • Schwindel

Diese Phase ist meist deutlich kürzer als die gesamte Heilungszeit.


Das Ende der Heilung

Nach der Krise beginnt der Organismus, die Schwellung zurückzubilden.

Das Gewebe stabilisiert sich.

Der Druck nimmt ab.

Das Hören verbessert sich.

Das Gleichgewicht normalisiert sich.

Die Regeneration wird abgeschlossen.


Mittelohrentzündung

Beim Mittelohr steht nicht das Thema „nicht hören wollen“ im Vordergrund.

Hier geht es um einen Informationskonflikt.

Der Kern lautet:

„Ich bekomme die Information nicht, die ich brauche.“

oder

„Ich möchte etwas wissen und erfahre es nicht.“


Bei Kindern eventuell, die Gute-Nacht-Geschichte.

(Fall aus meiner Praxis: "Mama begann wieder zu arbeiten, Abendritual übernahm die Oma.")


Typische Beispiele:

  • Warten auf einen wichtigen Anruf

  • Keine Antwort erhalten

  • Von einer wichtigen Information ausgeschlossen werden

  • Das Gefühl haben, übergangen worden zu sein

  • Nicht zu erfahren, was hinter dem eigenen Rücken gesprochen wurde


Während der konfliktaktiven Phase versucht der Mensch, an die gewünschte Information zu gelangen.

Nach der Konfliktlösung beginnt die Heilungsphase.

Dann können auftreten:

  • Mittelohrentzündung

  • Schmerzen

  • Druckgefühl

  • Flüssigkeitsbildung

  • Sekretbildung

  • Vorübergehende Hörminderung

Die Entzündung wird dabei als Teil des Regenerationsprozesses verstanden.


Tinnitus

Tinnitus tritt häufig gemeinsam mit einem Hörkonflikt auf.

Viele Betroffene berichten rückblickend von Situationen, in denen sie etwas gehört haben, das sie tief getroffen oder dauerhaft beschäftigt hat.

Typische Themen können sein:

  • Verletzende Worte

  • Schockierende Aussagen

  • Massive Vorwürfe

  • Dauerhafte gedankliche Beschäftigung mit einer bestimmten Information

Tinnitus kann sowohl während der konfliktaktiven Phase als auch während der Heilungsphase auftreten.


Die Bedeutung von rechtem und linkem Ohr

Für die Ursachenforschung kann auch die betroffene Seite von Bedeutung sein.

Bei Rechtshändern wird häufig zwischen zwei Bereichen unterschieden.

Linkes Ohr

Mutter-Kind-Bereich

Dazu zählen beispielsweise:

  • Eigene Kinder

  • Eltern

  • Menschen, für die man besondere Fürsorge empfindet

Rechtes Ohr

Partnerbereich

Dazu zählen beispielsweise:

  • Ehepartner

  • Freunde

  • Kollegen

  • Geschäftspartner

  • Kunden

  • Nachbarn

Bei Linkshändern wird diese Zuordnung umgekehrt betrachtet.

Deshalb lohnt sich neben der Frage:

„Was habe ich gehört?“

auch die Frage:

„Von wem habe ich es gehört?“


Die wichtigsten Fragen zur Ursachenforschung

Wenn Ohrsymptome auftreten, lohnt sich der Blick auf die Zeit vor Beginn der Beschwerden.

Fragen können sein:

  • Was habe ich gehört?

  • Was wollte ich nicht hören?

  • Welche Nachricht hat mich getroffen?

  • Welche Worte beschäftigen mich bis heute?

  • Welche Information habe ich erwartet und nicht erhalten?

  • Von wem kam diese Information?

  • Gehört die Person zum Partnerbereich oder zum Mutter-Kind-Bereich?


Oft zeigen sich dadurch Zusammenhänge, die zuvor nicht erkannt wurden.

Verstehen statt nur reagieren

Die Kausale Medizin versteht sich nicht als Ersatz für die Schulmedizin.

Sie möchte auch nicht gegen bestehende medizinische Ansätze argumentieren.

Ihr Anliegen ist ein anderes.


Sie möchte eine Lücke schließen und zu einem komplementären Weg inspirieren.


Eine gegenseitige Ergänzung?

Je besser wir die biologischen Abläufe verstehen und je bewusster wir die möglichen Ursachen im eigenen Leben erkennen, desto umfassender wird unser Verständnis für Gesundheit, Krankheit und die Zusammenhänge zwischen Leben, Erleben und Körper.

Darin liegt der komplementäre Ansatz der Kausalen Medizin.

Sie ergänzt die Betrachtung des Körpers um die Betrachtung des Menschen und seiner individuellen Lebensgeschichte.


Von Herzen

Brigitte Nada-Elisa

Speakerin für Kausale Medizin

Ausbilderin für Mentaltrainer & Mentoren

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