Dieses Produkt hat mich geheilt. Jetzt geht es mir gut - Mentale Einstellung und Gesundheit
- Brigitte Nada-Elisa

- vor 10 Minuten
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Autorin: Brigitte Nada-Elisa I Q & A - Speakerin I Ausbilderin I Mentorin
Warum dieser Satz mich jedes Mal wieder sprachlos macht.
Ich lese diesen Satz immer wieder. In Storys, in Testimonials, in Gruppen. Ein Mensch war schwer krank, hat ein Produkt eingenommen, und plötzlich: Heilung.
Kein Wort über den Weg dorthin.
Kein Wort über das, was in dieser Person selbst passiert ist.
Nur ein Fläschchen, eine Kapsel, eine Salbe, die angeblich alles gerichtet hat.
Ich schreibe diesen Beitrag, ohne eine Firma zu nennen, ohne ein Produkt zu nennen. Es geht mir nicht um einen einzelnen Fall. Es geht mir um ein Muster, das ich seit über 30 Jahren in meiner Tätigkeit als Mentaltrainerin und Mentorin beobachte und das mich fassungslos zurücklässt, gerade in einer Zeit, in der wir es wohl besser wissen können.
Wir wissen es doch längst besser
Die mentale Einstellung eines Menschen als zentraler Faktor für Gesundung ist heute kein Randthema mehr. Man hört davon in der Forschung. Man hört davon in den Medien. Selbst in der Medizin selbst setzt sich diese Erkenntnis zunehmend durch.
Und trotzdem passiert immer wieder dasselbe:
Ein Mensch durchlebt eine schwere Krankheit, findet zurück ins Leben, und die einzige Erklärung, die er anbietet, ist ein äußerer Stoff.
Klartext: Das ist zu kurz gedacht und es tut mir für jeden einzelnen Menschen leid, der so über seinen eigenen Weg spricht, weil er sich damit selbst um die wahre Leistung bringt.
Was wirklich passiert, wenn ein Mensch gesund wird
Niemand wird gesund, weil ein Molekül in seinem Körper ankommt und wie von Zauberhand alles neu ordnet.
Ein Mensch, der schwer krank war und Heilung erfahren hat, hat einen inneren Weg zurückgelegt.
Er hat sich mit sich selbst auseinandergesetzt.
Er hat angefangen, sein Leben anders zu betrachten.
Er hat sich vermutlich zum ersten Mal seit Langem als wichtigsten Menschen in seinem eigenen Leben gesehen.
UND DAS ist der Punkt, den kaum jemand ausspricht.
Niemand sagt:
„Meine mentale Einstellung hat mich wieder in die Heilung gebracht.“
Niemand sagt:
„Mentaltraining war der Schlüssel dazu, dass es mir wieder gut geht.“
Dabei ist genau das die Wahrheit hinter fast jeder echten Gesundung, die ich in meinen Workshops und Mentorings begleitet habe.
Mentaltraining trägt dazu bei, dass ein Mensch sein Leben wieder in den Griff bekommt. Es trägt dazu bei, dass jemand seinen Körper wieder besser bewegen kann, weil er endlich bereit ist, sich selbst etwas Gutes zu tun.
Es verändert die Beziehung zu sich selbst so grundlegend, dass Gesundheit die logische Folge ist und nicht das Ergebnis eines einzelnen Fläschchens.
Warum diese Verkürzung so gefährlich ist
Wenn Menschen ihre Gesundung einem Produkt zuschreiben, passiert etwas Doppeltes.
Erstens nehmen sie sich selbst die Anerkennung für eine tiefgreifende innere Leistung.
Zweitens vermitteln sie anderen Menschen ein Bild, das schlicht nicht der Realität entspricht: dass Heilung von außen kommt, konsumiert werden kann und die eigene Haltung dabei keine Rolle spielt.
Das ist bequem.
Ein Produkt zu kaufen ist einfacher, als sich mit den eigenen unerledigten Themen auseinanderzusetzen.
Doch bequem und wahr sind zwei verschiedene Dinge.
In meiner Tätigkeit mit Kausaler Medizin nach meiner Methode geht es genau um diesen Unterschied.
Zu jeder Krankheit gehört eine seelische Ursache.
Diese Ursache anzuschauen, statt sie zu übertünchen, ist der wahre Weg zurück in ein stimmiges Leben.
Ein äußerer Stoff kann einen Körper unterstützend begleiten.
Er ersetzt niemals den Blick und das Tun zu und mit sich selbst, wenn er wirklich gesund werden bzw. bleiben will.
Es geht allerdings nicht um noch mehr innere Arbeit
Es gibt einen Satz, den ich immer wieder höre:
„Ich arbeite an mir.“
Und jedes Mal antworte ich:
Hör auf zu arbeiten. Du hast genug gearbeitet.
Denn genau darin liegt häufig ein Missverständnis.
Die betroffenen Menschen glauben, sie "müssten" ihre Vergangenheit unendlich analysieren, jedes Erlebnis aufarbeiten oder in jedem Familienmitglied die Ursache suchen.
War es die Mutter?
War es der Vater?
War es die Großmutter?
Oder sogar die Ur - Urgroßmutter?
So entstehen Vermutungen und Vermutungen führen selten zu Klarheit.
In der Kausalen Medizin nach Methode Nada-Elisa geht es um etwas anderes.
Hier wird nicht geraten oder verallgemeinert und hier werden keine esoterischen Erklärungen gesucht.
Der biologische Zusammenhang lässt sich präzise nachvollziehen.
Jedes betroffene Gehirnareal steht in Verbindung mit einem bestimmten Organ und einer ganz bestimmten Art von Konflikterleben. Dadurch wird nachvollziehbar, welche innere Belastung den biologischen Prozess ausgelöst hat und wodurch sich dieser wieder lösen konnte.
Genau darin liegt der entscheidende Unterschied.
Es geht nicht darum, immer weiter an sich zu arbeiten.
Es geht darum, zu erkennen und wer die Ursache versteht, erkennt den Zusammenhang. Aus diesem Verständnis heraus verändert sich die innere Haltung von selbst.
Nicht durch endlose Selbstoptimierung, sondern durch Klarheit.
Diese Klarheit ist der wahre Wendepunkt.
Ein Widerspruch, der mich besonders nachdenklich macht
Was mich an diesem Muster zusätzlich beschäftigt: "Das Produkt hat mich geheilt"
Es sind nicht nur einzelne Betroffene, die ihre Gesundung auf ein Produkt reduzieren.
Auffällig oft kommt diese Erzählweise von Bewusstseinstrainer:innen und Coaches selbst, also von Menschen, die vom Fach sind und ganz genau wissen, welche Kraft in der eigenen Einstellung liegt.
Doch dann verkaufen sie Nahrungsergänzung, Öle oder Salben, mit derselben Begeisterung, mit der sie über Bewusstsein und Mindset sprechen könnten.
Das wirft für mich eine ehrliche Frage auf:
Wie viel erfolgreicher, wie viel wirkungsvoller können diese Trainer:innen und Coaches sein, wenn sie diese Energie und Überzeugungskraft in ihr eigentliches Kerngebiet stecken, in Bewusstseinsarbeit, statt in den Verkauf eines Produkts?
Welches absolut legitim ist und eine gute Unterstützung sein darf, allerdings es geht um den Fokus.
Wer eine Ausbildung im Bereich Mentaltraining oder Bewusstsein hat, hält damit ein Werkzeug in der Hand, das nachhaltiger wirkt als jedes Fläschchen.
Es würde sich lohnen, genau darauf den Fokus zu legen.
Was ich mir wünsche
Ich wünsche mir, dass mehr Menschen den Mut haben, ihre Geschichte vollständig zu erzählen.
Nicht:
„Dieses Produkt hat mich geheilt.“
Sondern:
„Ich habe angefangen, mich selbst wichtig zu nehmen. Ich habe meine Sichtweise auf mein Leben verändert. Und dadurch bin ich heute gesund.“
Diese Aussage ist ehrlicher.
Sie ist auch mutiger, weil sie die Verantwortung nicht an ein Produkt abgibt, sondern bei der Person belässt, der sie zusteht:
bei einem selbst.
Heil-Sein setzt nicht voraus, vorher krank gewesen zu sein.
Doch wer einen Weg aus einer schweren Krankheit gefunden hat, hat diesen Weg mit seinem Bewusstsein, seiner Einstellung und seiner Bereitschaft zur Veränderung gegangen.
"Das darf endlich ausgesprochen werden"
Von ganzem Herzen,
Deine Nada-Elisa






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